Lcsfmgs Briefe. 1759.
Ihnen wird er es doch schon geschickt haben? Darf man es allenfallsin den Briefen brauchen?
Unser Ramler hält zu dem Drucke Ihrer Lieder alles fertigSchicken Sie sie nur! Und mir vergessen Sie auch nicht, mehr ana-krcontische Lieder zu schicken. Ich möchte gar zu gern eine recht präch-tige Ausgabe des Anakreon besorgen, mit Ihrer Uebersetzung auf derSeite, Ich weiß zwar wohl, daß Sie es selbst vorgehabt haben, undes freylich auch am besten im Stande wären; denn Sie haben bereitsso vjelcrlcy dazu gesammelt. Aber ich besorge, wenn Sie es längerverschieben, so vergeht Ihnen die Lust.
Mit der vorgeschlagncn Ausgabe dcS Opiiz, liebster Freund,möchte cS wohl nichts seyn. Die Schweizerische und Trillcrischc Aus-gabe liegen noch allzuhäustg in den Läden, als daß sich ein Buch-händler damit abgeben dürste. Sobald wir aber mit unserm Logaufertig sind, soll cS mit vereinten Kräften über den Tschcrning herge-hen. Und Sie werden es sich schwerlich träumen lassen, was wirauch sonst noch für ein großes Project haben. Wir werden Sie auchmit anspannen.
Leben Sie wohl, liebster Freund, und erfreuen Sie mich baldwieder mit einem Briefe. Ich bin
Ihr
An Glcim.
Liebster Freund!
Ich bitte Sie, vergeben Sie mir mein langes Stillschweigen, undschließen Sie ja nichts anders daraus, als daß mich die allerdringendstenArbeiten — (nergelnde Buchhändler zu befriedigen) — müssen abgehaltenhaben, auf Ihren letzten angenehmen Brief eher zu antworten. Nunsind wir, Gott se » Dank, mit unserm Logau ganz fertig, und künf-tige Woche hoffen wir, Ihnen Exemplare davon schicken zu können.Die erste freye Stunde habe ich schon seit vierzehn Tagen dazu be-stimmt, Ihnen, und unserm lieben Rleist zu schreiben, und ich freuemich, daß sie endlich gekommen ist.
Empfangen Sie vor allen Dingen meinen Dank für Ihren Phi-lotaS. Sie haben ihn zu dem Ihrigen gemacht, und der ungenannte