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12 (1840)
Entstehung
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LcssingS Briefe. 177k.

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hat/ sagen Sie, daß ich ihm gewiß den nächsten Posttag antwor-ten würde.

Sie glauben nicht, meine Liebe, wie ärgerlich, verdrießlich undunruhig ich jetzt bin. Ich habe so viel zu arbeiten, und kann nichtsmachen. Ich muß auch jetzt nun abbrechen, wenn ich diesen Posttagnoch schreiben will.

Aber Sie befinden sich doch recht wohl wieder, meine Liebe? Undwas macht Malchen, von der Sie mir gar nichts schreiben? Ich um-arme Sie tausendmal, und bin Zeitlebens

ganz der Ihrige

S»!»WK.-Vi,i»-««K. So5 ,>t,o«tw»' ',si«,«im- ,S.

An Madame König.

Wolfenbüttcl, d. 14. April 1776.

Meine Liebe!

Bloß um Ihnen nicht wieder Unruhe zu machen, schreibe ichIhnen heute. Denn in der That habe ich jetzt kurz vor der Messenoch alle Hände voll zu thun, weil ich verschiedene Dinge scrtig ma-chen muß, die vor dem Jahrmärkte unvollendet geblieben waren. Auchhabe ich Ihnen weiter nichts Neues zu melden; denn der Pc. hatnicht geaiuwortct. Hier haben Sie indeß sein Schreiben, welches ichmir mit dem Nächsten wieder auSbittc. ES ist mir lieb, daß Sie ihm»och so viel gute Gesinnung gegen mich zutrauen. Und beynahe dürfteich selbst nicht mehr daran zweifeln, weil er noch vor seiner Abreiseden geheimen Rath von F. über meine Angelegenheit gesprochen hat.Die Zeit, bis das Ding zur Reife kömmt, wird mir nun auch verzwei-felt lang werden, und indeß werde ich noch manchen kleinen Verdrußhaben. Die Bücherkiste ist noch nicht angekommen. Die geschnitte-nen Steine dürfen Sie mir nur schicken, weil ich bereits weiß, wodeS ManneS Frau in Brauuschwcig anzutreffen ist.

Sie befinde» sich mit den Ihrigen doch noch wohl? Ich umarmeSie tausendmal, und bin ganz

der IhrigeL-