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auch sonst an Sie denke/ davon sey Ihnen folgendes ein Beweiß —aber ein lästiger. Ich ersuche Sie nehmlich, beyliegenden Brief demE- P. unverzüglich in eigne Hände zu übergeben. Er ist von demStiftSamtmann O- und von dem Inhalte einmal mündlich. Sollteder E- P. aber noch nicht zurück seyn, so behalten Sie ihn nur solange bcv sich, bis ich selbst zurückkomme. Ich komme aber zuver-lässig den 12. dieses. Leben Sie indeß mit Ihrer lieben Fraurecht wohl.
Der
Au Madame König.
Braunschweig , FreytagS AbcndS'um neun Uhr.
Meine Liebe!
Eben diese» Augenblick sind wir glücklich angelangt. Dieses willich Ihnen doch lieber mit zwev Worten melden, als gar nicht. Dennnoch diesen Abend muß der Brief auf die Post, und ich bin herzlichmüde, ob schon übrigens gesund. Wie sehr sehne ich mich, auch vonIhnen bald gute Nachricht zu erhalten. Schwan ist noch nicht da,aber er ist untcrwegcS, und muß nächster Tage eintreffen. Der E. Pr. hat das Fieber, und ich werde ihn schwerlich Morgen zu sprechen be-kommen. — Auf den Montag ein MchrercS; denn ich denke nochMorgen nach Wolfenbüttcl zu gehen.
Leben Sie wohl, meine Liebe. Ich umarme Sie mit Ihren Kin-dern tausendmal.
Der IhrigeL.
An Madame König.
Wolfenbüttel , d. 2. Sept. 1770.
Meine Liebe!
Die Paar Worte, die ich noch eben Zeit hatte, Ihnen am Frey-tagc Abends zu schreiben, werden Sie hoffentlich erhalten, und meineglückliche Uebcrkunft daraus ersehen haben. Da ich weder den H. nochden E. Pr. sahe, und mich daher bey jenem nur schriftlich meldenkonnte: so eilte ich so fort nach Wolfenbüttel . Das Haus ist noch