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«essings Briefe. 1779.
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N- S- Wenn Du schon mehr als -ilf gedruckte Bogen in Hän-den hast: so bitte ich Dich/ die übrigen Druckfehler selbst hinzuzusetzen.Wenn eS welche noch giebt!
Wolfenbüttel , den 7 May, 1779.
Mein lieber Gleim!
Hier sende ich Ihnen das beste und conservirtcste Exemplar derkölnischen Chronik, das sich in unserer Bibliothek befindet. Unter777 wenigstens wird keines Spiegels gedacht. Ob sonst wo, habe ichitzt unmöglich Zeit aufzusuchen. Auch wird dem Herrn Domdechan-ten die Stelle schon selbst genauer nachgewiesen scvn, die ich mir al-lenfalls mitzutheilen bitte. Denn ich muß Ihnen gestehen, ich habegegen ein so hohes Alter meine großen Zweifel. Und wenn denn auchschon ein Spiegel so früh in dieser Chronik genannt würde: muß erdenn darum nothwendig der Stammvater der noch itzt blühenden Fa-milie seyn? Es giebt ja noch dazu zwey Familien dieses Namens:eine Meißnische und eine Wcstphälischc, die, so viel ich weiß, kein ge-meinschaftliches Wapen haben, und zu dem nehmlichen Stamme folg-lich nicht gehören. —
Nächstens ein MehrcreS, lieber Gleim, wenn ich Ihnen den Na-than schicke. Ich will diesen Augenblick nach Braunschwcig; weil ervielleicht diesen Morgen mit der gelben Kutsche kommen dürfte.
Meine und der Meinigcn Empfehlungen an Sie und die Ihrigen.
Lcssing.
An Elise Rcimcmis.
Meine liebe Freundin,
Hierbcy der Vorläuffer! Die übrigen Exemplare kommen mitnächster Post; welche auch meine, so lange verschobene Antwort unddie Entschuldigung dieses schändlichen VcrschnbS mitbringt. Bis dahin
Dero
Wolfcnb. den 12 May 79. ganz ergebenster Fr.,
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