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lnng, die sich bey der Sammlung befindet, hätte ihn eher verdienet.Eben dieser Prof. macht so viel Rühmens von David Hume'S sehrneuem Sccpticisme, da er leugnet, man könne nicht beweisen, daßirgend eine Begebenheit in der Welt eine wirkende Ursache Halle . IchHalle diesen Zweifel gar nicht für neu, sondern glaube: es sey dasSystem der allgemeinen Harmonisien. Ja die Cartesiauer dringe» so-gar auf die Unmöglichkeit irgend eines iukluxus so wohl iäeoli« alsrealis. Die allgemeinen Harmonisien nehmen einen iukluxum üleuleman, leugnen aber einen inlluxum renlem. WaS thut aber Hume mitallen seinen Spitzfindigkeiten mehr, als daß er beweiset, wir halten inder Welt nie einen Begrif vom inlluxu reali erlanget? Wer hat den»dieses je behauptet? sagen die allgemeinen Jnfluristcn. Denn, siewollten erklären wie es zuginge? Gewiß nicht! sondern sie beharrenauf ihrer Voraussetzung, bis man ihnen die Unmöglichkeit gezeigt hat.Aber so gehls, die Deutschen verkaufen ihre Waaren allzu wohlfeil.Thäten sie ein wenig sauren Humor oder lustige Gascouadcu daran,so würden sie gewiß Geistschöpfer (>'lzii-it ei eaieui') seyn. ImVorbeygehen, so soll jemand dieses Wort in dem VerS:
Weihe sie, Geistschöpfer, vor dem ich in zc.französisch gegeben haben.
Ist nicht VoltairenS vi'i>üeliii äe la iüliine ein erbärmliches Stück?Roch weniger Plan ist darin», als in der Esther, der Voltaire die-sen Vorwurf macht. Gengis hat noch weniger einen Charakter als5'erxeS. In der Alhaiie ist fast ein ähnlicher Knoten; aber welcherUnterschied zwischen Racine und Voltaire! Wie fein, wie meisterlichhat ihn jener, und wie stumpf dieser bearbeitet! Mau sehe nur dortMathan, hier Oktar, dort eine zärtliche Iosabeth, hier eine frostigeZamti, die sich durch viel Schreyen erhitzt. Dort eine Tyrannin, derder Anblick des KiudeS, das sie umbringen lassen will, Schrecke», Ehr-furcht und Mitleid einjagt. Hier einen grietzköpsigen Kaiser, der baldwie ein Teufel, bald wie ein Engel spricht. Indessen zeigt sich Vol-taircns Geist aus manchen Stellen. Besonders hat er Zamti heroischeMaximen in den Mund gelegt, die zu unsern Zeilen, so zn sage»,noch die einzigen heroischen Marimen sind.— — — — — IVlon lioi,I^ous lui llovons ncis joui'8, N08 tvl'vieos, ,!v/,ö e/?e,?ouk juü^u'llu kimg klls, ,zui nacszuil. ^iour son inuilrv.ES ist einmahl Zeit, daß diese Heldentugeud iu dein Lothurn er-scheinet. Die Freyheit scheint uns so schon zu allegorisch auf demTheater! —