nur mag er sie nicht verfälschen, (wie er sonst gethan hat): denn ichhabe Kopieen zurück behalten.
Klotz ist also bitterböse! Gleichwohl erhalle ich gestern über Leip-zig einen Brief ohne Ort und Datum, bloß v. N. unterschrieben.Dieser so genannte v. N. schreibt: Sr sey derjenige, der Klotzen undBurmann versöhnet habe, er wolle auch mich und ihn versöhnen, dennKlotz wolle meine Briefe an ihn drucken lassen, und dies würde mirdoch nicht angenehm sey», zc. Das Lustigste Ist, daß dieser so ge-nannte Vermittler keine Adresse giebt, durch die man allenfalls an ihnschreiben könnte, sondern bloß verlangt, ich möchte Rloyen zuerstdie Hand bieten: denn so weit er ihn kennte, würde er cS nichtthun. Das heißt also auf Deutsch , ich soll Klotzen ganz unterthänigbitten, daß er mir nicht Grobheiten sagen soll. Man braucht ebenkeine hellen Augen zn haben, um zu scheu, daß der Hu. Geheime-rarl) selbst diesen Brief veranlasset hat. Ich werde darauf nichts wei-ter thun, als in der allg. deutsch . Bibl. den Ungenannten ciliren, daßer eine Adresse gebe'), wenn er eine Antwort haben wolle; dann willich ihm schon antworten.
Klotz bat eine Stelle aus einem Briefe an ihn von mir druckenlassen. Darüber werde ich mich in der Vorrede zu der allg. d. Bibl.VUIten Bandes, 2teS Stück, erklären, und ich hoffe, es kann mir
*) Ich fand nachber fürs Beste, den ganzen Brief in des Vllitcn Ban>des 2lcin Siück der Allg. d. Bibl. S. 329 mit Anmerkungen abdrucke» znlassen. Dieser Brief war nur ein Theil von Klotzens Winkclzügcn. AuchI» den Hamburg . Korrespondenten ließ er Aufsätze einrücken/ um zn bewirken,daß Frieden zwischen ihm und mir gemacht werde, d. h. daß seine seichtenSchriften in der Allg. d. Bibl. nicht mehr getadelt würde». Ich erhielt fastjede Woche anonvniischc Briefe, theils voll Grobheiten, theils voll bänii-sche» Spottes. Klotz hielt Hrn. Hcpuc für dc» Verfasser der Recensionenseiner Schriflcn (obgleich mit Unrecht; denn dieser vortreffliche Mann hatteverbeten, etwas vo» Klotz zn rcccnsircn). Da ging Klotz so weit, daß ermir einen von einer wciblichcn Hand geschriebenen Brief zusendete, mitdem Name» der ersten Gemahlinn dicscs würdigcn Mannes unterschrieben.Zn demselben wurden mir grobe und unanständige Dinge gesagt; diese, sagtedie Schrcibcrinn, habe ihr Mann, der an einer schweren Krankheit auf dc»Tod licge, mir zu schreibe» befohlen. Die Bergleichnng der Handschriftenzeigte, daß der Brief von cincr Person gcschriebc» war, der »ur Klotz es komtteanfgctragen haben. Diese Anekdote mag hier stehen, als ein Beyspiel mitcrviele«, wclchc Uttwürdigkcitc» man sich wider den erlaubte, der sich die un-dankbare Mübe nahm, zum Besten der Wissenschaften unvartevische Urtheileüber neue Bücher zn besorgen. Nicolai.