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er zehnmal einen neuen werth ist. Ohne ihn wäre ich noch hier er-froren, weil die Betten ganz elend sind.
Dock) der Pelz wird nicht in Anschlag komme»/ wenn wir erst un-sern Gewinnst haben. Ich wenigstens verspreche mir nicht wenigerals eine Quaternc; wo nicht gar alle fünf Nummern herauskommen.Mit Amben halte ich mich schon nicht mehr auf. Denn in den letz-ten zwey Ziehungen habe ich auf dieselben Nummern jedesmahl eineAmbe gewonnen. Die Terncn will ich gern überspringen, nicht wahr:Sie sind auch damit zufrieden? viel oder nichts! Der Wunsch ist beyder hiesigen Einlage erfüllt; denn wir sind ganz leer ausgegangen.Hier haben Sie die Zettel, wie ich gesetzt, woraus Sie sehen werden,daß ich Ihren Nummern den Vorzug gegeben. Hätte ich nun nichtbesser gethan, ich hätte die fünf andern genommen, die heraus gekom-men sind? Wenn ich noch einmal setze, so bleiben Sie Compagnon.Ich glaube aber schwerlich! Denn ich habe eine so zuversichtliche Ahn-dung, daß ich mein Glück in der Lotterie nicht mache, sondern viel-mehr zur Arbeit bestimmt bin, und mit diesem Loos bin Ich völlig zu-frieden, wenn es mit der Gesundheit begleitet ist. — Ehe ich die Lot-terie verlasse, muß ich noch Eins erinnern. Halten Sie eS ja geheim,wenn wir die Quaternc gewinnen. Sonst macht der V> eine expresscReise zu Ihnen, und niemanden würde ich es weniger gönnen als ihm.Geben Sie mir lieber das Geld; ich bezahle Ihnen jährlich fünf proCent dafür.
Unsere verrathene Freundinn wird nun böse auf mich seyn; dennich bin ihr auf drey Briefe die Antwort schuldig. Ich kann mirnicht helfen, seit vier Wochen mag ich keine Feder ansetzen, wenigstensauf solche muntere Briefe, wie die ihrigen sind, zu antworten.— Un-ter andern erzählt sie mir: wie vieles Aufsehn ihre schöne Frau Nichtegemacht. Greise und Jünglinge sind für sie eingenommen; das ganzeweibliche Geschlecht äußerst über sie aufgebracht. Um ihrer Freun-dinnen willen sey ihrS lieb, daß sie in einigen Tagen verreiste: ihrent-wegen möchte sie sonst immer bleiben. Ich wünsche, daß dies sowahr seyn mag, als ich daran zweifle. Mir sollte es zwar sehr ange-nehm seyn, wenn sie ansinge so ruhig zu werden. Denn über Dinge,die nicht zu andern sind, ist es Narrhcit sich zu beunruhigen. Diessehe ich recht schön ein; allein dennoch begehe ich diese Thorheit alleTage, ja wohl gar alle Stunden. Nicht wahr? Dann ist es aberkeine Thorheit, wenn man es einsieht, und sich so viel möglich davonloszumachen sucht? — Noch eine Neuigkeit von unserer Freundinn,die Sie vielleicht nicht wissen? G. hat wegen der Affaire mit St.