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ich zwar so frey, die Bezahlung dafür anzunehmen, bitte aber dagegennicht allein beygebendes Exemplar auf Schreibpapier der drey erstenBände meines Werks, als ein schuldiges und williges Opfer der Dank-barkeit umntgcldlich anzunehmen, sondern auch zu erlauben, daß wennmir Gott gestattet, auch die künftigen Theile zu liefern, ich dieselbenIhnen auf gleiche Bedingung zuschicke. Mit gelehrten Neuigkeitenkann ich Euer Wohlgebohrnen für itzt nicht unterhalten, theils weilich deren nicht gar viel weiß, die Ihnen wahrscheinlicher Weise un-bekannt seyn könnte»/ theils weil die Kürze der Zeit mir für jetzt be-fiehlt, mit der Versicherung zu schließen/ daß ich sey, und allezeitseyn werde zc.
D. Rciske.
N- S. Meine Frau ist wie auf Dero Freundschaft gegen mich,also auch insonderheit auf Dero letzte Zuschrift recht stolz, und befiehltmir, Ihnen ihre Danksagung deswegen ganz besonders abzustatten.
Liebster Bruder,
Ich habe mir seit einiger Zeit das Vergnügen, an Dich zu schrei-ben, versagen müssen; und da man sich nicht leicht ein Vergnügenohne große Ursachen versagt, so wirst Du sie wohl triftig finden, ohnedaß ich Dich mit der Erzählung derselben heimsuche.
Ob Du gleich kein Manuscrivt unter der Messe geschickt, sofürchte ich doch nicht, daß Dich Unpäßlichkeit daran gehindert hat.Man wird alles übcrdrüßig, wenn man sich anstrengt, »nd Du hastDich in zu vielerlei) Arbeit vergraben. Schwerlich wirst Du wohlden zweyten Theil Deiner Schriften zu Michaelis liefern können, wennDu nehmlich alle Deine Poesien mit Zusätzen und Abhandlungen be-gleiten willst. Den von Dir herausgegebenen SkultetuS habe ich nochnicht gelesen, und ich muß Dir meine Unwissenheit bekennen, ich habein meinem Leben von diesem Manne nichts gehört.
Hast Du den neuen AmadiS gelesen? Von seiner VerSart wun-dert cS mich, daß der Verfasser sie für so etwas Besonders ausgebenkann. Sie scheint mir zu dem Inhalte wenig passend, so sehr er die-ses auch zu verstehen geben will. Bequemlichkeit ist die Erfinderin da-von. Schöne Stelle» sind genug darin; aber das Ganze! Warum sollein Wicland auch nicht einmal bloß für seinen Verleger schreiben?BamboS Töchter hätten nicht eben reisen dürfen; auf so eine Art hät-ten sie auch bey ihrem Vater Männer bekommen können. Wer den