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mich merken lassen, da ich am dritten Fcycrtage bey Sch., währenddaß alle Andern spielten, eine Stunde mit ihm plauderte.
K- hat sich, wie ich glaube, gegen Niemand was merken lassen.Gegen mich hat er es wohl aus Neugicrde gethan, um mehr zu erfah-ren. Doch weiß es auch Sch-, daß Sie vielleicht Wolftnbüttel verlas-sen, vermuthlich aber von Ihnen selbst.
Mein letzter Brief hat Sie schon überführet, daß ich keinen Wi-derwillen gegen W. habe, weil ich Anschlage mache, das dortige Werkbeyzubehalten. Allein den Anschlag, den ich gemacht, verwirft HerrSchubach, mit dem ich mich heute lange unterhalten, und zwar ver-wirft er ihn aus vielen, alle auf meine Ruhe, auf meine Wohlfahrtabzielenden Gründen, die zu wcitläustig sind anzuführen. Dagegenräth er, das Werk in Acticn zu setzen; einige, doch nur wenige, fürmich zu behalten, mir aber für die Aufsicht über die Fabrik ein An-sehnliches auSzubedingcn, und dieses wäre mir allerdings am zuträg-lichsten, wenn es dahin zu bringen ist. Schubach fragt: warum solles nicht dahin zu bringen seyn? und hierbcv äußerte er seine Gedan-ken, daß er es schlechterdings für nothwendig hielte, daß ich die Reisethäte, doch aber, wegen meiner schwächlichen Gesundheit, in Beglei-tung meines Schwagers. Die einzige Schwierigkeit, so bey mir nochobwalte, sagte er, ist diese-. Können Sie Ihrer Kinder wegen unbesorgtseyn? Der Handlung wegen sollen Sie ganz ruhig reisen können, dienehme ich völlig über mich, und was Sie gethan haben würden, werdeich thun. Ist das nicht ein redlicher Mann? Da die Vorsehung michden hat finden lassen, so sehe ich, daß ich noch nicht von ihr verlas-sen bin. Er thut so viel für mich, daß er mich öfters vor Dankbar-keit stumm macht, und thut eS so stille, daß ich erst, wenn die Sacheentschieden ist, erfahre, daß er es gethan-
Halb und halb bin ich also schon entschlossen, die Reise zu thun,obgleich allemal ungern. Das einzige Angenehme, was mir dabey be-vorstehet, ist: daß ich Sie, wenn auch nur auf eine Stunde, spreche.Vor einem Monate kann sie aber nicht geschehen, wenn wir sie beydethun sollen. Unterdessen schreiben Sie mir noch recht fleißig.
Wegen meines Waarenlagers habe ich bereits nach Wien geschrie-ben. ES einzuführen, will ich bald erhalten; aber cS Mautfrcy einzu-führen, wird etwas Mühe kosten.
Nun muß ich Sie doch noch fragen: woher Sie mir eine solcheUnbeständigkeit zutrauen, daß ich unsern Doktor Gr. mit M- solltevertauscht haben? Ich kann nicht begreifen, woher Sie auf den Ein-fall kommen, und bin gar besorgt, in meiner Verwirrung so gcschne-