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zeige davon im Mcßcatalogo sahe. WaS Sie aber von einem Beytrageschrieben, den Sie von mir erwarten, das ist für jetzt noch für michein Räthsel. Der erste Band, den ich mit Ungeduld erwarte, wirdes auflösen. Allemal stehe ich zu Dero Befehl, in so weit als inmeinen Kräften steht, ihn auszurichten.
Soviel in Antwort auf Dero Schreiben. Aber Sie haben ja denguten AesovuS vergessen. Ich und meine Frau denken aber noch wohldaran, oder vielmehr, wir zürnen über unser widriges Schicksal, daswir damit gehabt haben. Wie manche verdrießliche Stunde hat UNSdie Chicanc der neidischen Augsburger Kaufleute gemacht. (Denn dassind die Herren clej>ut!>li cui'nm Lililiulliecav ziulillcne, wie sieheißen ) Wie manchen Fluch hat meine Frau wider die Kleinmutl,und die Kargheit auSgcstoßcn, die uns bisher, mit vergebliche» Ver-tröstungen, von einer Zeit zur andern hingehalten, und am Ende dochgcäffet hat. Jetzt endlich doch einmahl, dachte ich, würde daS Ma-nuscript ankommen, aber sehen Sie nur einmal die Causen an, womitman mich in dem Angcsichte meines Freundes beschämt. Sonst hatteich nie Caution machen müssen, ob man mir gleich eine ziemlicheMenge von Manuscriptcn von Augsburg zugeschickt hatte. DieseWillfährigkeit hatte mich so keck gemacht, daß ich Ihnen, werthesterFreund, ohne Bedenken versprach, den AesovuS zu verschaffen. Ichschrieb deswegen nach Augsburg . Man schrieb zurück, ich sollte ihnhaben. Indessen daß ich darauf warte, und alle Tage zähle, bis erankommen möchte, fing man an, etwas räthselhaftes von einer Cau-tion von 200 Rthlr. zu sprechen. Ich verstand mich dazu, in derMeynung, cS wolle die geheischte Caution nur soviel sagen, daß ichmich zur Erstattung der geforderten Summe in dem Falle verstände,wenn das Manuscript vcrlohren ginge, oder sonst Schaden nähme.Man erklärte sich darüber nicht weiter. Indem ich nun erwartete,daß das Manuscript, das schon im vorigen Herbst hätte hier seynsollen, doch wenigstens mit dieser Ostermesse ankommen würde, bekommeich beygebenden Brief (den ich mir bey Gelegenheit wieder zurück auS-bitte) des dortigen Herrn Bibliothekar III. Hecking, und ein Billetvon einer dortigen Handlungsgcsellschaft Klaucke und Bentz, welcheHerr Hecking mir vorgeschlagen hatte. Sie, werthester Freund, wer-den aus beyden den wahren Zustand der Sache einsehen, und die Hin-dernisse erfahre», die sich meiner ernstlichen Bemühung, Ihnen zudienen, widersetzt haben. Hätte ich das Geld vorräthig, so würde iches, ohne Ihnen ein Wort davon zu sagen, in nalura deponircn, undmeiner Frau das Vergnügen machen, für Sie den griechischen Text