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Gotthold Ephraim Lessings sämmtliche Schriften
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Briefe an Lcssing. 1773.

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Kindern hat er mir versprochen Nachricht zu ertheile». Ich erwartesie mit Ungeduld »nd wünsche nur/ daß sie zu meiner Zufriedenheitausfallen möge!

Leben Sie wohl, bester Freund! Ich bin

Ihre

ganz ergebeneE. C- K.

Braunschwcig, den 10. Iul. 1773.

Liebster Freund!

So eben kommen wir allhicr an. Morgen ist Sonnabend, dakann ich also nicht zu Ihnen kommen. Wenn mein Reisegefährte eilt,so reise ich den Sonntag wieder von hier ab, nach Pvrmont, ohneSie gesehen zu haben. Ist cS Ihnen eine Möglichkeit, so kommenSie, der Sie keinen Sabbath zu fcyern haben, zu mir herüber, oder,weil von Möglichkeiten die Rede ist, vielleicht können Sie es möglichmachen, daß Sie mit uns nach Pyrmont reisen. Ich gehe mit Hrn.ZachariaS Veitel Ephraim, den Sie kennen müssen, dahin. Wir ha-ben einen sehr bequemen viersitzigen Wagen, also ist Raum für noch2 Personen. Hier ist auch ein Brief von Ihrem Bruder, der sichrecht wohl befindet. Wenn cS Ihnen beschwerlich seyn sollte, morgenherüber zu kommen, so berede ich meinen Ephraim doch wohl noch,auf den Sonntag mit mir nach Wolfcnbüttcl zu reisen.

Leben Sie bis dahin wohl! Ich bin

Ihr

aufrichtiger FrcnndMoseS Mendelssohn .

Von Madamc König.

Wien , d. 4. Aug. 177Z,

Mein liebster bester Freund!

Ganz sonderbar muß cS Ihnen vorkommen, daß ich eine» IhrerBriefe vier Wochen unbeantwortet lasse. ES hat aber keine andereUrsache, als diese, ich hofte von einem Pvsttag zum andern, Ihnendie Nachricht mittheilen zu können, daß ich meine Fabrik los gewor-den sey. Eine Nachricht, die, wie ich mir schmeichle, Ihnen nichtganz gleichgültig, und mir äußerst angenehm seyn würde. Allein ge-wisse Veränderungen, die der Hof im Kommcrjialwescn vorzunehmen