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Hamblirgische Dramaturgie.
besinnt sich nicht lange, ihr zu Hülfe zu eilen. Er greift dieMörder an, und sie entfliehen. Er will ihnen nach; aber dieDame ruft ihn zurück, und bittet ihn, sein Leben nicht in Ge-fahr zu setzen. Sie sieht, daß er verwundet ist, knüpft ihreSchärpe los, nnd giebt sie ihm, sich die Wunde damit zu ver-binden. Zugleich, sagt sie, soll diese Schärpe dienen, mich Euchzu seiner Zeit zu erkennen zu geben; itzt muß ich mich entfer-nen, ehe über den Schuß mehr Lcrmcn entsteht; ich möchtenicht gern, daß die Königinn den Zufall erführe, und ich be-schwöre Euch daher um Eure Verschwiegenheit. Sie geht, undEsser bleibt voller Erstaunen über diese sonderbare Begebenheit,über die er mit seinem Bedienten, Namens Losme, allerley Be-trachtungen anstellt. Dieser Cosmc ist die lustige Person desStücks; er war vor dem Garten geblieben, als sein Herr hcr-cingcgangcn, und hatte den Schuß zwar gehört, aber ihm dochnicht zu Hülse kommen dürfen. Die Furcht hielt an der ThüreSchildwachc, und versperrte ihm den Eingang. Furchtsam istEosmc für viere; (") und das sind die spanischen Narren gemei-niglich alle. Esser bekennt, daß er sich unfehlbar in die schöneUnbekannte verliebt haben würde, wenn Bianca nicht schon sovöllig Besitz von seinem Herzen genommen hätte, daß sie durchauskeiner andern Leidenschaft darinn Raum lasse. Aber, sagt er,wer mag sie wohl gewesen seyn? Was dünkt dich, Eosmc? —Wer wirds gewesen seyn, antwortet Eosmc, als des GärtnersFrau, die sich die Beine gewaschen? —(°°) Aus diesem Zuge,kann man leicht auf das Ucbrigc schließen. Sie gehen endlichbeide wieder fort; es ist zu spät geworden; das Haus könnte
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