Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

^XT^'

38 Aus der Berlinischen Zeitung vom Z. 1765.

dieser Mann war klein genug, Herr Fuchsen monatlich eine solcheKleinigkeit zu geben, die man sich schämt hier auszudrücken, und dieer kaum dem geringsten Bettler hätte geben können. So bald erindessen erfuhr, daß Herr Fuchs in die Bekanntschaft mit einigenandern rechtschaffenen Leuten gekommen war, die er nicht zu seinerParthey zehlen konnte, so war er noch niederträchtiger, und nahm HerrFuchsen die Kleinigkeit, die er ihm bisher gegeben. Herr Fuchs wurdesogleich von denjenigen mehr als schadlos gehalten, durch die er umdieses erniedrigende Allmosen gekommen war. Der seel. Herr von'/Hagedorn, dem diese Geschichte bekannt wurde, brachte durch seineedelmüthige Vorsprache bey vielen Standcspersonen, Hamburgern,einigen Engelländcrn, und besonders bey dem Collegio Carolinozu Braunschweig eine so ansehnliche Summe zusammen, daß HerrFuchs künftig vor dem Mangel gesichert, seinen Studien auf eine

anständige Art obliegen konnte."--Denjenigen Fremdlingen in

dem Reiche des Witzes, welche vielleicht fragen sollten: wer ist dergrosse Duns? wollen wir nächstens diese Frage beantworten.Kostet in den Vossischen Buchlädeu hier und in Potsdam 3 Er.(11. Jan ) Antwort auf die Frage: wer ist der grosse Duns?

Der Mann in--, welchen Gott

Nicht schuf zum Dichter und Kunstrichter,

Der, dümmer als ein Holtentot,

Sagt, er und S °°° wären Dichter;

Der Philip Zcsen unsrer Zeit;

Der Büttel der Sprachrcinigkeit

In Ober- und in Niedersachsen ,

Der alle Worte Lands verweist,

Die nicht auf Deutschem Boden wachsen;

Der grosse Mann, der stark von Leib

Ein kleines artigS freundlichs Weib

Kalt, wie er denkt und schreibt, umarmt,

Das aber seiner sich erbarmt,

Und gleicher Meinung ist und bleibt,

Und wider ihn nicht denkt, nicht schreibt,

Weil c§ den Zank der Ehe scheut,

Und lieber aus Gefälligkeit

Sich an des Manns Gedanken bindet;