Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
51
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Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1766. 61

philus zu nennen, wenn man ihn Gottlieb nennen kann? Kostetin den Vossischen Buchläden hier und in Potsdam 1k Er.

(6. May.) Begebenheiten des Roderich Random. Aus derdritten englischen Ausgabe überseyt. Zweyter Theil. Hamburg bey Chr. "Wilhelm Brandt 1735. 1 Alphb. K Bogen. Auch die-ser Theil ist voller wunderlichen Auftritte aus dem Leben eines Her-umschwcifers, der ohne Charakter, ohne Sitten und ohne Absichtenvorgestellet wird. Tie längste Rolle die er darinue spielt, ist die Rolleeines Stutzers der in dem Glänze geborgter Kleider nach einer Frauausgeht, und durch sein äußerliches Ansehen eine alte wollustigeWittwe oder eine unbcdachtsamc Erbin ins Garn zu locken sucht. AnErfindungskraft mag es dem Verfasser nicht gefehlt haben; denn aufeiner Seile von ihm kömmt oft mehr Geschichte vor, als bey andernseiner Landslcute auf hundert Seiten. Und doch ist er ihnen deswe-gen so wenig vorzuziehen, daß man vielmehr sein Buch unter die fastunnützen Bücher in ihrer Art rechnen muß, welche zwar das Gedächt-niß mit mannigfaltigen Begebenheiten übcrhäuffcn und müßige Leserauf einige Stunden beschäftigen, dem Geiste aber weder zu nützlichenBetrachtungen, nach dem Herze zu guten Entschließungen Gelegenheitgeben. Kostet in den Vossischen Buchläden hier und in Pots-dam 10 Gr.

(16. May.) Neuere Geschichte der Chineser/ Japaner/ In-dianer, Persianer, Türken und Russen :c. Als eine Fortsetzungvon Rollins älterer Geschichte- Aus dem Französischen über-setzt und mit einigen Anmerkungen versehen. Erster Theil.Berlin bey Chr. Fricdr. Vosi 1755. In 8vo. 1 Alphb. 8 Bogen.Wir haben bereits, bey Gelegenheit der französischen Urschrift, denPlan dieses Werks angezeigt. Es ist eben derselbe, welchen sich Rollinin den erster» Theilen seiner ältern Geschichte gemacht zu haben schien,wo er sich auf eine kleine Anzahl merkwürdiger Begebenheiten ein-schränkt, und ohne sich bey bloß historischen Umständen aufzuhalten,zu wichtigern Untersuchungen des Wachsthums der Künste, der Merk-würdigkeiten der Natur, der vornchmsicn Gesetze und Gebräuche :c.fortgehet. Eben so verfährt der Verfasser dieser neuern Geschichte, beywelchem man etwas mehr als eine forteilende Sammlung von Bela-gerungen, Schlachten, Revolutionen und Kriegen suchen muß. Er

setzt erstlich alles, was den Ursprung und daS Wachsthum jeder Na-

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