Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1766. 66
Anpreisung, häufig lesen wird, ist gewiß. Die wenigen Sinngedichtealso, die wir daraus hersetzen wollen, sollen mehr zu unserm eignenVergnügen, als zu einer unnothigcn Probe, angeführt seyn.Charakter des Herrn de la Mettrie nach dem Entwürfe desHerrn von Maupertuis .Ein gutes Herz, verwirrte Phantasie,Das heißt auf Deutsch: ein Narr war la Mettrie .
An einen Freymäurcr.Der Brüderschaft Geheimniß zu ergründen,Plagt dich, Neran, mein kühner Vorwitz nicht;Von einem nur wünscht ich mir Unterricht:Was ist an dir Ehrwürdiges zu finden?Das Todrenopfer an den Herrn ZZaron von Rroneck nach
Neapolis.
Mein Rroneck, Maros Geist schwebt noch nm seine Gruft,Wenn du dort Lorbecrn brichst, so hör auch, was er ruft:Zu Ehren hat mir sonst ein Martial gelodert,Von dir, o Deutscher, wird ei» Schönaich jetzt gefedert.
Eines Sachsen Wunsch auf Carl den Xll.Held, der uuS so gepreßt, dein eifriges BestrebenWar: spät im eitcln Hauch der letzten Welt zu leben;Doch wird mein Wunsch erfüllt (die Rache giebt ihn ein)So soll einst dein Homer ein zweyter Schönaich seyn.Wir müssen erinnern, daß in den zwey letzten Sinnsckriftcn, an-statt des Namens Schönaich / welches ein gewisser Poet in der Nie-dcrlausttz ist, bloß ein leerer Platz gelassen worden, ihn nach Beliebenmit einem von den zwcysylbigcn Namen unserer Hcldcndichtcr zu fül-len. Unser Belieben fiel auf genannten Herrn Baron von Schönaich,von dessen neuesten Schriften wir nächstens reden wollen. Kostet inden Vosstschcn Bnchlädc» hier und in Potsdam '12 Er.
(3. JnliuS.) Die Hofmeisterin, erster Theil. Bernburg beyChrist. Gottf. Cörncrn 1756. In svo. Dic'cS ist die Fortsetzungderjenigen Wochenschrift, welche in den Iahren 6!Z und 64 zu Leipzig unter dem Zitcl, der Hofmeister, erschien, und bis zu drey Bändenanwuchs. Mehr wissen wir nicht von ihm, denn, Gott sey Dank,wir haben ihn nicht gelesen. Er kann gnt, er kann sehr gut seyn.Wenn er es aber ist, so belauern wir ihn herzlich, daß er sein Lehr.