Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

Viertes Buch.

151

(14) Der Mann des Weibes Haupt.

Der Man» Ist seines Weibes Haupt.Wer weiß ob Birua solches glaubt?Sie spricht: Was soll» zwey Häupter mir?Ich war ja sonst ein Wundcrthier.

(16) Degen und Schild.

Welch Waffen hat mehr Nutz, der Degen oder Schild?Frag erst, ob Schützen mehr, ob mehr Verletzen gilt?Verletzen dampft den Feind, und Schützen sichert mich.Ist Feind gedämpft, wer ist dann sicherer als ich?

(1K) Die Worte gelten, wie Geld.

Worte geilen in der WeltViel und wenig, wie das Geld:Was vor Zeilen schelmisch hieß,Heißet ehrlich, bringt Genieß.

(17) Auf die Flora.

Flora wünschet, daß ihr Mann sich mit einer andern paare.Dieses thut nicht jedes Weib. Stille nur! sie mcvnt die Waare.

(18) Gesundheit.

Wer am Leibe von Gebrechen, im Gemüth von Lüsten frey,Dieser kaun sich billig rühmen, daß er ei» Gesunder seh.

(1!)) Keuschheit.

Keuschheit ist ein Balsam, Weiber sind ein Glas:Jener ist sehr köstlich, gar gebrechlich das.

(20) Von dem Gilvus.

Albinus saß voll Muth mit Singen und mit Lachen;Da Gilvus dieses sah, sprach er: du hast gut mache»,Du nimmst das drille Weib; die erste die mir lebt,Die hat auch noch nicht Lust, daß man sie mir begräbt.

(21) Gewissenhafter Krieg.

Mars ist ein Gcwisscnsmann,Nimmt sich sehr der Menschheit an: