Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
158
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Friedrichs von Logcm Sinngedichte.

(66) Ans den SpurcuS.

Spnrcns schenket guten Freunden; merkts ihr Freunde! wie ein Schwein,Dem man giebt um Speckes willen, sollt ihr wieder nutzbar scvn!

(67) Auf den Eurges.

Gurgcs, dein beweglich Gut sah man längst sich wegbcwegcn;Was noch unbeweglich war, wird sich chstcns gleichfalls regen.Dieses macht der starke Wein, dessen Geist sich drinn befindet,Daß sich alles so bewegt, regt, und endlich gar verschwindet.

(68) Auf den Lügner Lullus .

Wie gut wär Lullus doch zu einem Brillenglas!

Er macht das Kleine groß, aus Nichtes macht er Was.

(69) Unverhofft, kömmt oft.

Es kommt oft über Nacht was sonst kaum kam aufs Jahr,Es brachte heut ei» Kind, die gestern Braut noch war.

(70) Auf den Thraso.

Thraso denkt, die Welt erschalle weit und breit von seinen Thaten,Da sie hier doch keinem kundig. Soll ich helfen? soll ich rathen?Tapfrer Thraso, geh zur Oder, schreib darein dein Thun und Wesen,Dann wird man in wenig Tagen solches in der Ostsee lesen.

(71) Auf den Technicus.

Tcchnicns kann alle SachenAndre lehren, selber machen:Reiten kann er, fechten, tanze»;Bauen kann er Städt nnd Schanzen;Stadt und Land kann er regieren;Recht und Sachen kann er sichren;Alle Krankheit kann er brechen;Schön und zierlich kann er sprechen;Alle Sterne kann er nennen;Brauen kaun er, backen, brennen;Wanzen kann er, säe», pfli'igcn,Und zuletzt erschrecklich lugen.