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Friedrichs von Logan Sinngedichte.
Dicscr wurde nichts schaffen oder scvn,Wollt ihm jener nicht hülfiich sich erweisen.
(18) Auf die Barna.
Von Trost steckt Warna voll. Ihr Mann ist jüngst gestorben,Da spricht sie: Ob er todt, doch ist er nicht verdorben.Der nieine Wohlfahrt war, der ist gar wohl gefahren;Drum mag auch ich mich nun mit neuer Wohlfahrt paaren.
(19) Die Ostfee, oder das Baltische Meer .
Alle Flüsse gehn ins Meer,Alle kommen auch dorther.In die Ostsee gehet zwarUnsre Oder, das ist wahr:Aber thut auch ihre FlutUnsrer Oder viel zu Gut?Ostsee ! unser» Schmuck und GoldHast du von uns wcggerollt:Aber was du wiedcrbracht,Werde dir dereinst gedacht!
(20) Die Falschheit.
Höflichkeit verlor den Nock, Falschheit hat ihn angezogen;-Hat darinnen viel geäfft, hat manch Bicdcrhcrz betrogen.
(21) Auf die Nivula.
Nivula ist wie der Schnee,Der kaum itzt fiel ans der Höh;Wie auch ihre RedlichkeitIst wie Schnee zur Marzcnzeit, 'Der, wie neu er ist geacht,Immer trübes Wasser macht.
<22) Gerechtigkeit.
In einer hat das Schwcrdt, in andrer hat die SchalenGerechtigkeit; denn so sieht man sie meistens malen.Wie so? Weil sich zur Wag ein Schwacher gerne kehrt,Ein Starker aber nicht; denn der faßt gern das Schwcrdt.