Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
165
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Fünftes Buch. 165

Gäb an Seife nicht genug; auch die Oder reichte nicht,Abzuwaschc» innern Fleck, drüber das Gewissen richt !Fühlt es sclbstc» was es ist, ich verschweig es itzt mit Fleiß:Weil Gott , was ihr ihm und uns mitgcspielct, selber weiß.

(10) Menschliche Irrthümer.

Daß ich irre bleibt gewiß, alldieweil ein Mensch ich bin;

Wer mm mehr ist als ein Mensch, mag mich durch die Hechel zieh»;

Sonst weis ich ihn von mir weg, weis' ihn auf sich selber hin.

(11) Auf den Edo.

Edo sammelt allen Schatz, was er zu und ein kann trage»,Unter ein gedoppelt Schloß: unter Bauch und inner Magen.

(12) Süßbittrcs.

In einem Weibcrrockc,I» einem Bienenstöcke,Steckt Schaden und Genuß,Ergetzcn und Verdruß.

(13) Verdorbene Kaufmannschaft.

Bey dem Bäcker taufen Korn, bey dem Schmiede kaufen Kohle»,Bey dem Schmidcr ka»fcn Zwir», hilft dem Händler a»f die Sole»'.

(14) Traume.

Die Träume sind wohl werth, daß man sie manchmal achte:Die Frau im Traume ward, ward Mutter, da sie wachte.

(15) Auf den NuncuS.

Runcus ist ein Edelmann,Nimmt sich «nr des Ackers an,Will sich sonst auf nichts bcflcisscn,Will ein tLdelbauer heissen.

(16) Dicbesstrick.

Der Strick, daran ein Dieb rrhicng, hilft für des Hauptes Weh,Gebunden um den kranken Kopf. O um den Hals viel eh!

(17) Verleumder.

Wer Bcrltttmdmig Hort, ist ei» Fenerciscn,Wer Bcrlcmndttng bringt, ist' ei» Feuerstein: