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5 (1839)
Entstehung
Seite
273
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Zwölftes Buch.

273

Du giebst uns, wenn du nimmst; dein so gefurchter StichBereitet uns durch dich ein Leben ohne dich.

(86) Wissenschaft.

Wen Vernunft gelehrt gemachtWird viel höher oft geacht,Als den oft des Buches BlattAn Vernunft verwirret hat.

Der gelbe Kern der Erde, das Gold, hat alle Kraft.Vor ihm ist alles Schale: Witz, Tugend, Wissenschaft.

Macht dein Maler dich nicht ähnlich besser als du selber dir:Eh so bist du nimmer Einer, bist ein Andrer für und für.

Bey einer guten Zeit denk an die böse Stunde,Die sich der guten Zeit gern auf dem Rücken fünde.

(90) Gasiercy.

Dieses Mahl gefällt mir wohl, dran sich frischt und speist

Nicht nur unser Aug und Leib, sondern auch der Geist.

:no Ämi um an« uu n tzr,« ,Im.W 5Io 5>chi» j>u»'s i(91) Ruhm.

Es ist kein gröjjrer Ruhm, als Schmach und Tadel leidenUm seine Bosheit nicht; aus böser Leute Neiden.

(92) Leben und Sterben.

Wer noch kaun und will nicht leben,Dieser fehlt so gut und eben,Als wer, wenn der Tod erscheinet,Bor dem letzten Gange weinet.

(93) Eigenwille.

Hunde, die an Ketten liegen, Menschen, die nach Willen lcbcn,Sind bedenklich: beide Pflegen leichtlich Schaden anzugeben.

(87) Gold.

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(88) Auf den LertumnuS.

(89) Unglück.

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