Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
275
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Zwölftes Buch.

(103) Die Welt.

Was ist die Welt? Dich ist sie Zar,Was sie wird seyn, und Anfangs war.

(104) Der Schlcsische Parnaß.

Dein Zabolhus, Schlesien , ward er nicht vor wenig Jahre»

Was den Griechen ihr Parnaß, Helikon und Pindus waren?

Ward dein Opitz nicht Apoll ? Und die ander» klugen Sinnen

Deiner Kmder, sind sie nicht was dort sind die Castalinnen?

Ja, dies; sev dein Ruhm, dein Stolz! Glaube, was die Griechen dichten,

Wer da will; vo» uns kann selbst Ort und Tag und Zeder richten.

(105) Selbstgunst.

Sclbstlieb handelt »inner recht: denn ihr gicbct Recht und RathRath und Richter an die Hand, dc» der Mensch im Spiegel hat,

(10<>) Thorheit und Halsstarrigkeit.

Narrisch Hirn und harter Nackc diencn manchem klugen Mann;Denn sie machen durch ihr Wüten, daß er was erwerbe» kann,

(107) Tugend und Laster.

Tugend laßt sich nicht begrabe», auch die Laster sterben nicht!Diese lebe» durch die Schande, jene durch ein gut Gerücht.

(108) Sündenschen.

Wer Sünde weiß zu scheuen,Der darf sie nicht bereuen.

(109) GesundhcitSpficge.

Läßt der Arzt erst seinen Kranken essen, trinken, was er will,Ist der Arzt der Meynung: Kranker sey nun »ah an-seinem Diel.

(110) Naschhaftigkeit.

Wciberworrc, böse Münze: wird man ihr das Knpfcr nehmen,Wird das Silber sich verkriechen und das Kupfer wird sich schämen.

(111) Wahr und Recht.

Die Wahrheit und das Recht die werden immer bleibe».Sie pflegen durch den Brauch sich nicht leicht abzureiben.

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