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5 (1839)
Entstehung
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Friedrichs von Loa.au Sinngedichte.

Werther Freund, du lieber Alter, alt von alten Biedersmneit/Alt von Jahren, Witz und Ehre

Und welch ein vortreffliches Wort ist nicht das, welches in demalten Lobliede auf den wendischen König Anchyrus vorkömmt:

Sein Sinn war abgcricht auf Biedcrlob und Ehre?Biederlob ist hier das Lob, welches man als ein Biedermannvon einem Biedermanne erhält. Zn den Fabeln des von Rie-denburg finden wir auch das Hauptwort hievon, Biederkeit-

Lrvn uiut <m Litlvrlceil.

Bilderbogen, So nennt Logall den Thierkrcis. Erste Zu-gabe 201.

Bindlich. 1. Als ein Beywort, so viel als verbindlich,verbunden: Sinng. 2448. einer Frau binolich nerven. 2. Alsein Ncbcnwort, so viel als Nrioto: (III. 9) sich Kindlich wozuerklären.

Blassen; pallere, palloleero. als ein Activum. (XIII. 10.)

-- rothen

Was Todtcnaschc blasset.

2. als ein Neutrum (IX. 76.)

Der ist nicht alleine bleich,Wer nicht satt ist und nicht reich;Großes Gut und stetes PrassenMacht vielmehr die Leute blassen.

Blick, für Augenblick. Sinng. 365.

Du achtest Gott so klein,

Und kannst doch ohne Gott nicht einen Blick nur scvn.Blicklich, als cm Ncbcnwort; für, alle Augenblicke. Anh. 138.----blicklich Kleider wandeln.

Und Flcmming:

Wer bezahlt euch Leib und Leben,Die ihr blicklich hin müßt geben?Bliylich, geschwinde wie der Blitz. Sinnged. 1131.Mensch, vertraue keinen Stunden, weil sie nimmer stille stunden;Du laufst mit, und hast dich blitzlich deinem End entgegen funden.Blößlick für bloß. Sinng. 1498.Wer auf Tugend nichts nicht wagt, will auf Glücke blößiich harren -c.