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Friedrichs von Loa.au Sinngedichte.
Werther Freund, du lieber Alter, alt von alten Biedersmneit/Alt von Jahren, Witz und Ehre —
Und welch ein vortreffliches Wort ist nicht das, welches in demalten Lobliede auf den wendischen König Anchyrus vorkömmt:
„Sein Sinn war abgcricht auf Biedcrlob und Ehre?Biederlob ist hier das Lob, welches man als ein Biedermannvon einem Biedermanne erhält. Zn den Fabeln des von Rie-denburg finden wir auch das Hauptwort hievon, Biederkeit-
Lrvn uiut <m Litlvrlceil.
Bilderbogen, So nennt Logall den Thierkrcis. Erste Zu-gabe 201.
Bindlich. 1. Als ein Beywort, so viel als verbindlich,verbunden: Sinng. 2448. einer Frau binolich nerven. 2. Alsein Ncbcnwort, so viel als Nrioto: (III. 9) sich Kindlich wozuerklären.
Blassen; pallere, palloleero. als ein Activum. (XIII. 10.)
-- — rothen
Was Todtcnaschc blasset.
2. als ein Neutrum (IX. 76.)
Der ist nicht alleine bleich,Wer nicht satt ist und nicht reich;Großes Gut und stetes PrassenMacht vielmehr die Leute blassen.
Blick, für Augenblick. Sinng. 365.
Und kannst doch ohne Gott nicht einen Blick nur scvn.Blicklich, als cm Ncbcnwort; für, alle Augenblicke. Anh. 138.----blicklich Kleider wandeln.
Und Flcmming:
„Wer bezahlt euch Leib und Leben,„Die ihr blicklich hin müßt geben?Bliylich, geschwinde wie der Blitz. Sinnged. 1131.Mensch, vertraue keinen Stunden, weil sie nimmer stille stunden;Du laufst mit, und hast dich blitzlich deinem End entgegen funden.Blößlick für bloß. Sinng. 1498.Wer auf Tugend nichts nicht wagt, will auf Glücke blößiich harren -c.