Wörterbuch.
317
F-
Febcr schreibt Logau anstatt Fieber. Sinng. 2689. undandcrwerts, doch nicht überall.
Fenerspiegel nennt Logau , was wir itzt Brcnnspiegcl nen-nen. Anh. 169.
Feulen oder faulen; für müßig sitzen, faullcnzcn. Sinng. 1933.
Feyern von etwas; so viel als, (wie er sich Sinng. 1120.ausdrückt) von etwas müßig werden, damit aufhören. Sinng. 114.Allein es kömmt dazu, daß endlich selbst sein Fuß,Hoch in der Luft, vom Treten fcvcrn muß.Sie sind feyn'g, sagt man noch an einigen Orten von denHandwerksgesellen, die keine Arbeit bey Meistern haben. -Suchergebraucht einmal den Ausdruck: ich will ihn nicht viel darumfeiern; welches vollkommen das sagt, was der Franzose durchkalter liuelliu'ull ausdrückt.
Filzigkeit, die; schändliche, schmutzige Kargheit. Sinng. 2127.
Findlich, was zu finden ist. (V. 39)Ob nur einer findlich wäre ic.
Flammenschürze; so nennt unser Dichter den Amor.Sinng. 2448.
Freund, der kleine Flammenschüye hat das dritte Frcudcnfcucr
Angestammt in deinem Herzen.
Flitle, die. Sinng. 644.
Des Nero Meistern nahm die FiittcSein Leben hin, wie sein Ecblüte zc.
Flirte bedeutet ein Instrument, womit die Ader gelassen wird.Einige wollen, daß es aus dem Griechischen PKIodotomum zu-sammen gezogen scun soll. Uns dcucht es das Urwort von Flitzezu seyn, welches einen Pfeil bedeutet, und wovon das WortFlitzbogen noch in vielen Provinzen im Gebrauche ist. Ilcbri-gcns ist dieses weder die Lanzette, noch der Schnapper; son-dern es ist das alte deutsche -S.aßeisen, ehe es durch Anbringungeiner Schnellster verbessert und dadurch zu dem so genanntenSchnäpper gemacht wurde. S. Heisters Chirurgie, S. 380.
Flucht. Sinng. 2162. hat Logau den Pluralis von diesemWorte, der sonst selten oder gar nicht vorkommt; Sie Flüchte---treibt die Tochter in die Flüchte.