334 Friedrichs von Logau Sinngedichte.
Ein Mußthcil machet draus, aus allem was man hat,Wo er es nicht nimmt gar, ein räuberischer Soldat.
N.
Nackt und nackend. Logau sagt beides. Sinng. K09.
Der nackt kam in die Welt, der nackend ist getauft.Nächst. Logau macht aus diesem Vorworte ein Ncbcnwort,und braucht es anstatt jüngst, vor einiger ?eir. Sinng. 1038.
Nächst sagt ein alter Greis :c.Zmglcichcn: (X. 63.)
Mein Gut besucht ich nächst:c.Narren, für sich närrisch betragen. Sinng. 2662.
Denn das Gold der neuen Weit macht, daß alte Welt sehr narrl.Den Narren stecken heißt Sinng. 1498. verspotten, mit spöt-tischer Mine verlachen, nalc, lul^vnclc-rc! aäuneo.
Noch, nock; sagt unser Dichter (I. 1. II. 12.) für rveder,noch. Die Fälle sind unzählig, wo das Sylbcnmaaß dem ge-wöhnlichen rveder durchaus zuwider ist; und warum sollten wires nicht auch noch heute in jenes bequemere noch veränderndürfen? Wenigstens klingt es nicht übel: (II. 18.)Noch srcch wagen,Noch weich zagen :c.
(I. 33.)
Glcichwolil aber bat er sich noch mit Wort noch Tl'at gerochen.Sinngcd. 1404.
Alte Jungfern sind ein Stock da »och Wachs noch Houig iuncn.Nsthen von Noth, wie von Tod tödtcn; so viel als quä-len, plagen (V. 76.)
Der ärgste Tod ist der, der gar zu langsam lödtct;Die ärgste Noth ist die, die gar zu langsam nothet.An einem andern Orte Sinng. 2613. scheinet dieses nothen soviel als nöthigen, hinwcgnöthigcn zu bedeuten.
Nicht anders. Dr Poeten,Der Tod kann keinen nöthen,Den ihr nnd eure SinnenNicht lassen wollt von hinnen.
Nnseln oder nuscheln, ein niedriges Wort, welches eigentlich