362 Friedrichs von Logau Sinngedichte.
Glücke hat es nie gethan,
Wann sich wandelt selbst der Mann.
Wannen, für von wannen (VI. K6.)
Ich wüßte nicht wer der und wannen er entsprossen :c.Siehe Dannen.
Mas, für wie viel; wenn man sich über eine große Mengeverwundert. Sinng. 1081.
Lieder Gott , was hast du Affen!Dcßgleichen (XIII. k.)
Was Räuber hat die Welt!Wegelagerer, für Auflaurcr, Nachstcllcr. Sinngedicht 080.Des menschlichen Gebens Wegelagerer.Ehre, Geiz, Leid, Wein und LiebeSind des Mcnschcn Lcbcnedicbe.Weiden , so viel als hcyrathcn, sich beweiben. Sinnged. 1634.Willst du nicht weiden?Siehe Ueberrveiben.
Weibling, v!r uxorius, oder, wie es unsere Vorfahren gleich-falls nannten, ein Siemann. weibling ist bey unserm Dich-ter die Überschrift von folgendem Epigramm:
Wiewohl sich Mann und Weib in Einen Leib verleiben,So darf sich doch der Mann deßwegen nicht verwcibcn.
Wer, für jemand; kömmt hin und wieder vor, als Sinn-ged. 648.
Will Kirchcnbilder wer zum Aergerniß anzichn?Den ärgern Bilder nicht, die Augen ärgern ihn.wiebeln, für wimmeln; niederdeutsch, kribbeln und roib-beln. (VI. 19.)
Da vor Freuden alles wiebelt zc.wiederkauflcr, scheint bey unserm Dichter nicht so wohleinen, der etwas mit der Bedingung es wicdcrkaufcn zu kön-nen, verkauft hat, als bloß einen zu bedeuten, der seine Waa-ren aus der zweyten Hand nimmt, der von einem Käufer wie-der kaufet. Sinnged. 2370.
Bnbalus treibt stark Gewerbe mit viel vohlscher Ochsen Haufen:Neulich wollt' ei» Wicdcrkä'uflcr ihn mit samt den Ochsen kaufen.Niederlegen, für erwiedern, wieder erlegen. Sinnged. 1966.