Wörterbuch.
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Vierung des Airkels; so übersetzt Logau sehr wohl Hua-Ir-i-turam clrculi. SilMg. 1243.
Daß im Zirkel eine Vierung sey zu finden, ist wohl klar:Aber daß auf runder Erde kein Bestand, bleibt dennoch wahr.Indessen sollte man aus diesem Sinngedichte fast schließen, daßder Dichter einen sehr schlechten Begriff von der Quadratur desZirkels gehabt, und vielleicht weiter nichts, als ein Viereck dar-unter verstanden habe, das man innerhalb eines Zirkels beschrei-ben kann. Zn diesem Argwohne wird man um so viel mehrbestärkt, wenn man findet, daß die deutschen Mcßkünstlcr da-maliger Zeit, das Quadrat überhaupt, nicht ein Viereck, son-dern eine Vierung genannt haben, wie unter andern aus GeorgeVicschcrs ^cltlitamonto operis t^oler! vsconomici (gedruckt ZUNürnberg 1623) zu ersehen.
Vor; als ein Ncbcnwort, anstatt vormals, zuvor, vorher.(IV. 82. 194. IX. 11.) kömmt häufig vor, so wohl bey unsermDichter, als bey seinen Zcitverwandtcn. Auch haben es dienach folgenden Dichter nicht ganz untergehen lassen.
W.
Möchsig, crolceiis. Sinng. 794.
---Nun und zu aller Zeit
Sey wächsig dieser Stamm, bis zu der Ewigkeit.Ein halbwüchsiger Hasc, heißt in dem komischen HeldengedichtePhaeton, ein Hasc in seinem besten Wachsthum.
Massen für Wappen. Beide Wörter sind eines, nur daßwir sie itzr, bekannter maaßcn untcrschcidcn. L.ogau that esnoch nicht; cr sagt in der zweyten Zugabc (Seite 21Z.)
— — — ein MannDer Ncinkcns Hintcrthcil im Waffen führen kann.
wallen, gchcn (II. 2.) Daher das alte Maller, Pilgrim.Mandel, der; so viel als Veränderung, Tausch. (XU. 8.)Mandeln; für ändern, verwandeln. Sinng. 56. 90. 862.Die Krankheit wandelt sich, wenn Nculicht mit dem allenAm Monde» Wechsel hält —Desgleichen Sinngcd. 2192.
Wandelt Glücke den» die Leute,Daß sie morgc» nicht wie heute?