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5 (1839)
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403
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III, Von der Einthcilnnq dcr Fabeln.

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tcn Wesen, dem Phocnir z. E. bestehen, sind sittliche Fabeln,und zwar mythisch sittliche; denn es wird dämm vorausge-setzt, daß alle diese Wesen ciistircn oder cristirct haben, und derFall, den sie enthalten, ist nur unter dieser Voraussetzungmöglich. Dcr Wols und das Lamm"; der Fuchs undder Storch""; die Natter und die Feile*"; die Bäume undder Dornstrauch"""; der Oclbäum und das Rohr :c. ^ sindgleichfalls sittliche, aber hypcrphysisch sittliche Fabeln; denndie Natur dieser wirklichen Wesen wird erhöhet, die Schrankenihrer Fähigkeiten werden erweitert. Eines muß ich hicrbcy er-innern! Man bilde sich nicht ein, daß diese Gattung von Fa-beln sich bloß auf die Thiere, und andere geringere Geschöpfeeinschränke: dcr Dichter kann auch die Natur des, Menschenerhöhen, und die Schranken seiner Fähigkeiten erweitern. EineFabel z. E. von einem Propheten würde eine hyperphysischsittliche Fabel seyn; denn die Gabe zu prophezeien, kann demMenschen bloß »ach. einer erhöhter» Natur zukommen. Oderwen» man die Erzchlung vo» den himmclstürmc»dcn Riesenals cinc acsopischc Fabel bcbandcl» nud sie dahin verändernwollte, daß ihr »»sinniger Bau von Bergen auf Bcrgcn, end-lich von selbst zusammen stürzte und sie unter dcn Ruinen be-grübe: so würde keine andere als eine hyperphysisch sittlicheFabel daraus werden können.

Aus dcn zwey Hanptgattungcn, der vernünftigen und sitt-lichen Fabel, entstehet auch bey mir eine vermischte Gattung,wo nehmlich dcr Fall zum Theil schlechterdings, zum Theil nurunter gewissen Aoraussctzungcn möglich ist. Und zwar könnendieser vermischten Fabeln drcycrlcy seyn; die vernünftig my-thische Fabel, als Herkules und dcr Kärncr-j-Z-, dcr arme Mannund dcr Tod'I-j"!'; die vernünftig hyperphysische Fabcl, als der

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