Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
56
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Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.

Nehmlich die 2, 3, 5, 7/10, 15, 18, 21, 40, 43, 63, 08,70, 74, 90, 97 und 100ste, nach der Ordnung des Rimicius;welches in der Sammlung des Dorpms die 374, 376, 377,37!), 382, 387, 300, 393, 412, 415, 425, 440, 442, 446,402, 409 und 472ste sind. Es ist keine darunter, welche wirnicht vorlängst Griechisch hatten; so wie sich auch unter denandern zurückgebliebenen drey und achtzig keine dergleichen fin-det. Daß es auch wirkliche Uebersctzungen aus diesem vorhan-denen Griechischen sind; daß Rimicius nicht bloß, wie Romn-lus, vorgegeben, aus dem Griechischen zu übersetzen, in der Thataber alte lateinische vcrsificirt vorhandene Fabeln in Prosa auf-gelöset habe, welches sich unter andern Lannegicter von ihmeingebildet i^): davon hat mich die angestellte Vcrglcichung über-zeugt. Denn daß er in dem und jenem Ausdrucke von unsermüblichen Texte, wie wir diesen Theils nach dem Alvus beybe-halten, Theils von dem Ncvelet überkommen haben, gleich-wohl abgehet; auch wohl hier und da den ganzen Faden derErzählung anders führet, das beweiset nur, daß er nicht völligden nehmlichen Text, sondern einen vor sich gehabt, der dannund wann noch wohl besser war l^). Seine Latinität selbstbewahrt ihn aber auch schon vor diesem Argwohne; denn ichwill den sehen, der aus seinen Worten nur einen einzigen Verszusammenstöppeln kann, der des Phädrus würdig wäre.

(°) kerle ut inte perollus vvitus oleglsoos in ^»mlios mulsvll, ii»slii ess in lei-moiii-m nrorluin convorterunl. lnwr <iuos eN Itimicius,IlÄiIri.inus Riirlsinlu!«, «Zuilwlmn» Iloimilimus, nliler Kuilit-Imu» Kauüiinustliclus. t/e ae/«/e c< /^«v» cn/<. Is. Unter diese

gehört Rimicius schlechterdings nicht. Er ist wahrer Ucbcrsctzcr aus einerSprache in die andere: nicht blos; aus einer Art des Bortragcs in die an-dere. Aber man merket wohl, das; auch Canncgicrer noch den Rimiciusfür den Nomulus genommen; ohngcachlet desjenigen, was er dcßfalls vomNilant bereits konnte gclcrnct haben, nnd was er aus eben derselben Quelle,die Nilant gebraucht hatte, mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit auch nochbesser hätte wissen können.

(°°) Daß es dergleichen Texte gegeben, und in verschiedenen Handschrif-ten noch geben müsse, hat man immer gcmulhmassct. Besonders in solchenHandschriften, welche für aller zu erkennen, als planudcs, dem man dengewöhnlichen Text zuzuschreiben pflegt. Eine solche Handschrift fand Mont-faucoil in einer Bibliothek zu Florenz , und war Willens, nach ihr sowohl