Roimilus und Riliiici'ilS.
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stcllcr des eisernen Zeitalters, oder die verschmolzenen Trümmereines Schriftstellers aus dem güldenen Zeitalter, eines Phädrus,oder wie er sonst gehcisscn, sehen nnd finden wollen. Zn demeinen Falle sowohl als in dem andern, ist vor allen Dingennöthig zu wissen, wo er in seiner möglichsten Lauterkeit nochanzutreffen. Besonders wenn er einmal da ist; wenn ihn dieGelehrten in einer schlechtem Gestalt nicht gleichgültig aufgenom-men haben: warum soll man ihn nicht in seiner bessern be-kannt machen dürfen?
Za, wenn es wahr ist, was Vurmann sagt, daß nach demGudius sich niemand um den Phädcr verdienter gemacht habe,als Nilant, eben dnrcl) die Ausgabe seines Romulus, und derübrigen alten Fabeln: wäre es nicht noch Zeit, mit demNilant dieses Verdienst wenigstens zu theilen?(°) Sollte essich nicht noch der Mühe lohnen, was man von dem 57ilantmit so vielem Danke in der Verstümmelung angenommen, inseiner Vollständigkeit aufs neue ans Licht zu bringe»? Dieeigentlichen Manuskripte des Phädrus, wenn es deren ge-geben, haben sich, wie es scheinet, gänzlich ans der Welt ver-loren. Denn wenn sie noch irgendwo vorhanden wären, sowürden sie sich damals, als Christ ihr Daseyn in Zweifel zog,gewiß gemeldet haben. Ich meyne, in Frankreich , wo sie wahr-scheinlicher Weise stecken müßten, und wo Christs Widerspruchgenugsam bekannt geworden, würde sich leicht ein Gelehrter ge-funden haben, der es mit ein Paar Worten angezeigt hätte,wo die augenscheinliche Widerlegung des deutschen Professorszu finden sey. Zn ihrer bis ißt noch völligen Ermanglungalso, können und müssen die alten Fabeln des Romulus alleindie Stelle der Handschriften vertreten. Nach ihnen allein kannbis ihr noch jede kühnere Muthmassung über den Text desPhädrus gcprüfet, und zu Folge dieser Prüfung gebilligct oderverworfen werden. Da nun ohnedem der Phädrus von Zeit
(°) ^o. F>. M'/anttu-!, eu^jus exo inllutlri-tm et lavorem A»Ii<lul5 kil-ImIIs impenlum, «zui p»tt Vuilii iiolils in silliuli-i eilemlik! ÜUior-U'unl, Mi-kenliss pi'iclsrre non iluliilo, ulilissimo inNilulo in iinum ?<l«c!culum eun-Hveisle fild»Is,8 ^elopiss, g liimicio, live « livwulo, tivs a guocunttlueelilboi-usü, /. c. ^.