l>2 Zur Geschichte lind Litteratur. Erster Beytrag.
zu Zeit, zum Gebrauche der Schulen, wieder gedruckt wird:wie, wenn man eine solche Ausgabe einmal, statt aller An-merkungen, mit ihnen allein vermehrte? Nehmlich mit ihnen,so wie sie in der Handschrift von Diion, und in dem altenUlmcr Drucke, weit vollständiger und weit besser als bey demMiaut, enthalten sind.
Folgende Vcrglcichungstafcl, die ich zum Schlüsse noch mit-theile, wird es mit Einem Blicke übcrsehn lassen, daß dieSache nichts weniger als übcrflußig, oder wohl gar schon sogut als geschehen sey. Zn der ersten Reihe stehen die Fabelndes Romulus nach dem Manuscriptc; welches, die wenigen an-gegebenen Verschiedenheiten abgerechnet, auch die Ordnung deralten gedruckten Ausgabe ist. Zn der zweyten Reihe sind dieFabeln des Phädrus angegeben, die in den ihnen entsprechendenFabeln des Romulus begraben liegen; sowohl die, welche wirnoch wirklich haben oder zuhaben glauben, als auch die, welcheZöurmann daraus wieder herzustellen versucht hat. Die Fabeldes Romulus, die in dieser Reihe ausfällt, ist für den aufbe-halten, der einen ähnlichen Versuch wagen will. Zn der drit-ten Reihe sieht man, wie sich der Romulus des 5?ilam zu demalten vollständigen Romulus verhält; welche Fabeln desselbendort vorkommen, und welche nicht. Aus der vierten Reihe end-lich erhellet, was in dem Anonymus des Nilant von den Fa-beln des Romulus zu finden; und ich wicdcrhohle hier nochmals,daß dieser Anonymus selbst nichts anders als ein Romulus ge-wesen, indem er nicht bloß größten Theils die nehmlichen Fa-beln, sondern auch diese nehmlichen Fabeln, mit den nehmlichenWorten, und nur dann und wann interpolirtcr und unlateini-scher als Romulus, crzchlct. Verschiedene von den Fabeln desRomulus, wird man sehen, fallen in allen drey Reihen weg;und das sind denn die, welche das Manuskript, oder der alteUlmcr Druck ganz eigen hat; in welchen man aber gleichwohleben so gut noch einen Phädrus wieder finden kann, als manihn in den andern wiedergefunden zu haben glaubt.