75
Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.
inter Brakes, ti»o cluliio, ovloliorrimum, tjnocl in IIunFaria avtoüoe ro^ieitum, non ita priciem ü. H. Alsrentslero, I5Imo»1i,^.mpIMmo url»i« ku^jus eontuli O. Ktt/o?»o?it odlatum,et commoatario a mo illvstratum ett. Das ist sonderbar. Wie?so war denn dieser Taarich Adam, welchen -Hirzel von March-talern bekam, nicht eben der, welchen Schickard von ihm be-kommen hatte? Oder war er eben der, warum führet ihn -Hol-linger als einen vcrschicdnen an? Und war er eben der, wiekönnen wir ihn hier in Wolfenbüttel haben, da ihn ein Bür-germeister zu Zürich von Marchtalern selbst soll bekommen ha-ben? Sollen wir annehmen, daß XNarchtaler zwey ähnlicheManuskripte in Ungarn erbeutet, da er doch nur des einen ge-gen den Kayser Ferdinand gedenket? Oder bekam ^Hirzel nureine Abschrift des einzigen von ihm, die Holtinger mit einemCommentar erläuterte, ohne zu merken, daß es eben dasselbeWerk sey, welches Schickard gebraucht habe? Wer wird unsaus dieser Verwirrung helfen?
IV.
Die Nachtigall.
Ich blätterte in -Heydenreichs -L.eip;igischen Chronir'e, undda ich eben nichts wichtiges suchte, so zog unter dem Jahre 1667folgende Stelle meine Augen auf sich.
„Anno 4667 den 13tc» Januar», hat der ScharffRichtcr„zu -Leipzig anffm Markt ein Buch, die Nachtigal gc-„nant, darinnen Sie ^uäiela und Gerichte mit Schmeh-„rvorten hart angegriffen worden, öffentlich verbrannt,„und die, so sie feil gehabt, ausgepaucket.Wer seiner Ncugierde öfters nachgehangen, den reißt sie beydem kleinsten Anlasse mit fort. Und so sahe ich mich auch hiergar bald mitten in der ernstlichsten Nachforschung, was denneigentlich dieses verbrannte Buch, die Nachtigall genannt, fürein Buch gewesen sey?
Gleich anfangs besann ich mich, daß Vogel der vermehrteund fortgesetzte ^Heydenrcich ist. Vogels L.eipzigisches Ge-schichtbnch also war das erste, was ich zu Rathe zog; in der