Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
85
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Die Nachtigall.

Gezieret seyn, und wol gekleydt.Ich weiß ntt mehr denn einen Gott,

Den ruff ich an nach seinem Gcbott,Daß ich euch all vermahnen mag,

Anzeigen vieler Herzen Klag,Vom grossen Handel reden wol,

Weß jeder sich verhalten soll;Doch daß ich euch nicht lang auffhalt,M. Ist die Sach kürzlich so gestallt:. Grumbach der hat viel Guth und Land,

Das behielt ein Stifft gern in seiner Hand,Daher entspringt der erste Neydt,

Der gemachet hat so manchen Streitt.Marggraff Albrecht, der streitbar Mann,

Den von Wiryburg woll greiffen an-Erumbach Marggräffscher Diener war,

Wie ihm vergrimmt der Pfaffen Schaar.Der Bischoff trauet ihm nit im Streit,4l). Begerte Fried und Einigkeit.Hie thet Erumbach ein große Treuw

Dem Stifft Wirtzburg und ganzem Gebeuw,Richtet auff Fried und Einigkeit,

Macht daß geschah dem Stifft kein Leydt,Verhindert selbst den Uebcrfall,

Lcyhet ihm Geltt in großer Zahl;Viel Treuw hat Erumbach mehr gethan,

Am Stifft Wirtzburg, der ehrlich Mann.Denn da der Graff von Beuren brachtZy. Viel Renter, und ein große Macht,Hat Erumbach Fleiß gewendet an,

Daß er dem Stifft kein Schaden gethan.Beym Kayser auch erhalten hat,

Daß er viel Reuter schicken that,Welche den. Stifft beschützet han,

Daß ihm kein Ueberlast gethan.Nun höret zu mit welchem Loh»

Die Pfaffen ihn bezahlet hon.