Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.
Da Moriy und Albertus beyd60. Hielten zusammen einen Streitt,Marggraff Albrecht verlor die Schlacht,
Tcrhalben ihn der Stifft veracht,Welt sein Zusag nicht halten mehr,
Dieweil Albrecht geschwechet sehr,Wil ihm nnnmehr kein Schuld gcsiahn.
Grumbach wolt sein Bezahlung hau,Der Bischoff ihm wolt zahlen nicht,
Verachtet truzlich all Gericht,Beraubet auch sein Land und Leut,70. Vermcynct, er hatt ein gute Beutt.Grumbach der ruffet an das Recht,
Der Stifft der macht viel Spiegclgefecht,Der Kayser selber redet an
Den Bischoff, daß er soll verstahn,Mit Grumbach kommen überein,
Sagt, daß die Sach nit war so kleyn.Der Bischoff bleibt auff seiner Bahn,
Helt Grumbach vor ein schlechten Mann.Nicht lang hernach der Bischoff ward80. Mit einer Kugel getroffen hart,Daran Grumbach unschuldig sich
Bekennet frey und öffentlich.Mit solcher Protestation,
Daß ihm der Schuß mehr Leydt gethan,Denn eim andern in dieser Welt,
Wie er solchs auff sein Eyd erhellt.Grumbach zeucht in fremde Land,
Sein Tugend machet weit bekandt,Und dienet den drey Lilien schon,90. Welch führet die französisch Krön.Mit Reuttern stark er wiederkehrt,
Die Pfaffen gewißlich hart verfchrt.Man gibt ihm viel der guten Wort,
Daß er nit also fehlet fort.Grumbach sich überreden laßt,