Die Nachtigall.
17V. Daß man dieselb einsammeln soll.Da Grumbach so gccngstigt sehr,
Johann Friedrich der mittler HerrBetrachtet sein Ritterliche That,
Deren er gar viel erzeiget hat,Auch ehren thun sein Alter schwer.
Wie uns gebcutt die Göttlich Lehr,Sein Trübsal auch gesehen an,
Wie er verfolgt von jederman,Sich seiner so erbarmen thut,180. Und nimpt ihn auff in sicher Hut,Verheißt ihm Schutz und frey Geleydt,
Daß ihm zufugt niemands kein Seyd,Und that solchs mit des Kaysers Rath,
Damit es ihm nicht brächt in SchadDamit nit ferner würd berührt
Das Römisch Reich , bis wurde verhört,Zm Römischen Reich vor allen Stendt,
Und jedem da sein Recht erkendt.Solchs hat Ferdinand gelassen zu,190. Doch daß Grumbach in Rast und RuhSein Leben führt, und jedermann
Auch rasten ließ, wie er denn than.Das merket wohl ihr Cdellcut,
Die ihr Grumbach umbringet heut.Ist diß der Lohn und billig Ehr
Für Ritterliche Kricgeswehr?Denkt doch ihr Fürsten alle gut,
Daurt euch nicht das Sächsisch Blutt ?Johann Friedrich der dapfer Heldt200. Sein Leben also frömmlich stellUmb Gottes Wort in große Gefahr,
Der Chur darum beraubet war,Sein Söhnen ließ ein kleines Landt:
Denkt ist es nit ein große Schauet,Wenn ihr die nun bekriegen wollt,
Die ihr billich erretten sollt!