Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
90
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Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag,

Fürwar der Grase vsn Serein

Für Gott wird ewer Kläger sey»,Den ihr den Türken jämmerlich21V. Habt morden lassen all zugleich,Und habt ihm keine Hülff gethan,

Habt dennoch das Volk schätzen lahn,Den Türken wollen freßen gar,

Ihm ziehen ab sein Haut und Haar,Die Kriegsleut auch bezahlt nit all,

Dadurch sie kommen in Unfall,Waßcr getrunken für den Wein,

Daß ihrer viel gestorben seyn.Was denkt ihr doch, ihr Fürsten gutt,220. Bekriegt ihr nicht ewer eigen Blutt,Und wendet für des Reiches Acht,

Und schenket ewer eigen Macht,Verlaßt das arme Niederlande

Damit der Bapst sein Spott und SchandZu üben hat in seinem Sinn,

BedenktS, was ist doch ewer Gewinn?Sein dieß die Türken, die ihr wollt

Erwürgen, durch des Reiches Sold?Muß darum auch der Zoll am Rhein 230. Gestcygert und gemehret seyn?Viel meynen, daß des Türken Steur

Soll seyn ein newes Fegefeur.Ist Grumbach nicht ein alter Manu

Der für Alter kaum gehen kann:Wenn ihr nun lange führet Krieg,

WaS Ehr bringt euch dann solcher Sieg?Er begeret doch nur Rast und Fricdt,

Warzu soll denn dieser elend Streit?Soll Grumbach seine Götter lahn210. Den Pfaffen, und selbst betteln gähn?Weh euch, ihr falschen Zungen zwar,

Die ihr jetzt bringet in die HaarDie blutsverwandten Fürsten gut,