Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
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96
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Zur Geschichte uud Litteratur. Erster Beytrag.

Auch auff eines Menschen Mund allein

Muß Grumbach überzeugt seyn.Der von Wiryburg und von Braunschweig

Mit dir, seyn nicht das ganze Reich.Ein Pfaff die Acht hat impetrirt,430. Und wer dieselbig exequirt,Der schenket seine eigen Ehr,

Hofirt den Pfaffen allzusehr.Hettstu Grumbach nit klaget an,

Wer hingelegt der alte Span,Auch ausgesühnet wer die Acht,

Die jctzund bösen Handel macht.

Wilhelme/ denk an Bruder dein,

Denn wenn der wird verdorben seyn,WaS wird doch endlich seyn dein Lohn?440. Wirst du nicht haben Spott und Hohn?Dein Herz wird sich bekümmern sehr.

Daß du nit solchs betrachtet ehr.Was hat dein Bruder dir gethan,

Daß du mit Pfaffen spannest an,Vcrderbst dein eigen Gut und Landt?

Bedenk die Brüderische Bandt.

Pfalzgraf am Rhein / die Töchter dein

Jetzunder sehr betrübet seyn.Zwo Schwestern, die zween Brüder han,460. Ach Gott in großer Trauwcr stahn.Der Mutter muß solchs seyn ein Pein,

Dem Vater auch gewiß nicht kleyn.Der Teufel hetts auch gern gemacht.

Daß man dich in des Reiches AchtGethan hctt, ist ihm herzlich leydt

Daß dir geworden gut Bescheydt.Wie gern wollt er dich fressen gar,

Mit Leib, mit Sccl, mit Haut, mit Haar.