Die Nachtigall.
Joachime, deine Fiirbitt,460. Von Brandenburg , hat gcholffen nit.O Brandcnburgisch Edelleut,
Ewer Frombhcit wird gefordert heut.Des frommen Casimiri Knecht,
Welcher doch hat gut Fug und Recht,Der vierzig Jahr sein Diener war.
Wird geengstct von der Pfaffen Schaar.Marczgraff Albrecht, den guten Heldt,Da Moritz durch ein Kugel gesellt,Hat Grumbach nit verlasse» thun,470. Darum wird er gehasset nun.
Churfürst von Maynz, ein alt Geschicht
Wirt geben dir ein guten Bericht.Als Dieterich auch Bischoff war
Zu Maynz, den Bapst strafft offenbahr,Daß er nur sucht der Teutschen Geltt,
Wcnd vor, der Turk der leg im Feldt.Drumb Mayntz die weitberühmble Statt,
Ein andrer Pfaff anzündet hat,Und da ihm geöffnet war die Pfort,'48V. Viel Bürger jämmerlich ermordt,Die andern hat er trieben auß.
Die Statt plündert von Hauß.zu Hauß.Noch ward da nit erkannt die Acht.
Dasselbig, bitt ich, wol betracht.Churfürst zu Maynz, wollst werden gleich
Den frommen Bischoff Dietereich.
Churfürst von Tollen, denk daran,Wie dein Vetter, Bischoff Herman,Von Pfaffen abgesetzet war,
All seiner Ehr beraubet gar:Noch ist ihm solchs ei» grosse Ehr,
Welche wird sterben nimmermehr.An dich ist nun mein christlich Bitt,Dein frommen Vetter schcnde nit.LessinaS Werke ix. 7