400 Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.
So rech den Grafen von Serein,
Nit unterdrück die Diener dein,Die dir mit Leib und auch mit Blutt
Zu dienen geneigt, auch all ihr EuttZu streken han gebotten ah»
Für deine kayserliche Krön.Verhör gnugsam beyde Parthey,670. Laß alle Stände richten frey,Churfurstliche Bitte nicht veracht,
Von den du hast die hohe Macht.Johann Friedrich, dein Diener gut,
Zum Rechten sich erbitten thut.Nichts anders von dem Römschen Hirt
In diesem Krieg gesuchet wirbt,Denn daß das Sächsisch Blntt geschenkt,
Und er möcht waschen seine HändtWol in der Niederländer Blutt,Z80. Darnach ihn hefftig dursten thut.
Ich bin ein geringes Nögelcin,
Mein Gesang ist kurz, mein Zeit ist klein,Nembt diese Mcloocy vor gut,Der liebe Gott euch all behüt.
Die drey Abschriften, aus welchen ich dieses mittheile, sindvöllig übereinstimmend; ausser den zufälligen Verschiedenheitender Orthographie, indem jeder Kopist der scinigcn gefolgt, undeinigen andern Kleinigkeiten, die den Ban des Verses betreffen.In diesen habe ich mich bald an die eine, bald an die anderegehalten; weil auf genauere Uebereinstimmung hier nichts ankömmt.
Hinter der einen Abschrift folgen noch etwa ein Hundertgereimte Zeilen, mit der Ueberschrift: U?ie es mit Gorha er-gangen il?. Aber sie enthalten nichts, was nicht schon bekanntwäre: und sind von dem Verfasser der Nachtigall gewiß nicht.
Hinter der andern Abschrift stehet noch ein Verzeichnis; desVorraths, welcher auf dem Schlosse Grimmcnstcin bey der Ein-nahme gefunden worden; desgleichen ein Lied, von D. Ioh.Masor. Jenes ist noch viel unglaublicher, als das ähnliche