Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
132
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132 Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.

Was mir sonst zweifelhaft war, (j. E. das o-<x»!>»« ^ cr^i^^x-^ ^o^>^!XöLros ^ cr<zp7,xM', bet) der 99stcn Feile, wo ohnstrcitig das ^01?,<lk^rr<Z5, welches nicht einmal recht geschrieben ist, ganz auögcstrichenwerden mußte) habe ich gelassen, wie eS war. Was ich nicht verstehe,verstehen andere. Selbst auf Treue und Glauben der blossen Wör-terbücher, habe ich nichts ändern wollen. Sonst hätte ich, bey derIWstcn Zeile das «^v-,^ s-^i-ov, vielleicht noch am ersten inverändern können und dürfen. So unbedeutend nun aberauch der ganze Wust ist: so habe ich doch gefunden, daß er dem ohn-gcachtct mit zu den Quellen gehört hat, die phavorinus zu seinemLcxiko gebraucht. Denn die ganze Anmcrknng von A und -5, findetsich von Wort zu Wort bereits bey diesem. Daß aber nicht beide hiereinen Dritten ausgeschrieben haben, ist daher klar, weil phavorinusdas ähnliche Exempel, ^! ^o-u /^«^o-u welches ans unscrniGedichte genommen ist, anführet. Die Anmerkung selbst ist sonst feingenug; und wird nicht immer so beobachtet, wie sie sollte. Selbstvulcanius hat in beiden Fällen nur immer drucken lassen.

Zch komme nunmehr auf den Punkt, dessen ich oben erwäh-net, und der den eigentlichen Verfasser des Gedichts bctrift.Da aber der Norwurf, den er sich darum gewählt, vielleichteiniges Licht auf ihn werfen dürfte: so wird es nicht undicn-lich seyn, erst von diesem zu handeln.

Also: ans die Pythischen B5dcr; Lt>; H-^/oc?K-x^i,«. Das ist: aus die Bäder in der Gegend, welche li^t«hieß. Wo war diese Gegend? Zn welchem Lande? in wel-chem Theil der Welt lagen folglich diese Bäder? Man wirdsich vergebens in den neuern Schriftstellern von der alten Geo-graphie, darnach umsehen. Der fleißigste und vollständigste der-selben, Lellarins, weiß von keiner Gegend p^chia, von keinendarnach benannten Bädern. Es wäre also zu verwundern,wenn im Scrabo, Prolemäus, Stephanus, und den übrigenalten Erdbeschreibcrn etwas von ihnen vorkäme. Eben so we-nig findet sich von ihnen die geringste Spur, in den neueremCompilationcn von Mineralischen Wassern und Bädern; derglei-chen das sonst sehr weitläuftige Werk des Andr. Bacciusll« l'Kermis ist. Dem ohngcachtet sollte man aber freylich wohlvon den Herausgebern des Gedichts, wenn auch nicht von de-