140 Zur Geschichte und Litteratur, erster Beytrag.
schcinlichkcit nach ist dieses das nehmliche öffentliche Bad, wel-ches eben dieser Kayscr, wie Prokopius meldet, erbauen lassen.Die prächtigen Rudcr eines sehr grossen Gebäudes aber, nebsteiner Kirche und eines Kirchhofes, welche A.ncas anderthalbFranzösische Meilen von LLslnchcr sahe, sind ohne Zweifel derkayserliche Pallast selbst, der in einiger Entfernung von denBädern gestanden, und die vom Prokopius besagte Kirche zumErztcngcl gewesen. Von den Znscriptioncn, die L.ucas aus denGrabmählern des Kirchhofs fand, hat er sogar sieben abgeschrie-ben und mitgetheilet. Allein man weiß schon wie unbrauchbardie Znscriptioncn dcs Aucas überhaupt sind; und diese siebe»,wenn man sie ja noch etwas kann besagen lassen, besagen we-nigstens nichts, was hier zur Sache gehört.
VI.
Vermeinte ^NLk/xoi-L. des Antonknus in der Herzogelichen Bibliothek zu Florenz .Ich überlege, daß einige von meine» Lcscrn glauben dürf-ten, nicht zeitig genug erfahren zu könncn, was es mit denobgedachtcn Stellen dcs Antonmus für eine Bcwandtnißhabc, von welchen Zdandim vorgiebt, daß sie noch ungcdruckt,und in einigen Handschriften der Herzoglichen Bibliothek zu Flo-renz zu finden wären. Die Sache läßt sich, an und für sich,gar wohl denken. Denn das Buch dcs Antoninus bestehet auslauter einzeln, nur wcnig zusammcnhangcndcn Betrachtungen,von welchen sich in den Handschriften, aus denen die bisherigenAusgaben besorgt worden, gar wohl einige könnten vcrlohrc»haben. Wenn sich diese nun sonst wo wiederfänden; gesetztauch, nur in einem Auszüge des Ganzen, nach welchem manihnen ihre angcbohrnen Stellen in diesem Ganzen nicht anwei-sen könnte: so wären es doch noch immer so viele kostbare Per-le», die sich mehr durch ihre» eigne» Werth, als durch dieOrdnung, iu welcher sie aufgereihet sind, empfehlen. — Ichwill also die versprochne genauere Anzeige, gleich itzt beyfügen.
(°) Scite 111.