Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
149
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Ncrmeiiitc ^NLXäii'i'^ des Aiiloiiiims.

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gedruckt sind; und zwar in dem Werke des Antoninus selbst.Hr. Nandini hat in der Eil nur immer die Anfangsworte derParagraphen desselben gelesen; und mehr nicht. Wenn er nurein wenig weiter gelesen hätte, so würde er Nummer VII. wel-ches sich anfängt: '^.^x^ ^u), 6?--, ?oi?5» o-v,'e/Z»i, imAllsten Paragraphen des vierten Buchs; und Nummer XXXV.o^kVt ^r^n-T-xov, im 17tcn Paragraphen des achten Buches,gar wohl gesunden haben.

Ob sonst dieses ganze Mcngscl von so heterogenen Auszügenaus dem Antoninus und Aclianus, in unserm Manuskripte et-was zu Berichtigung des einen oder des andern beytragen könne:mag man aus der angeführten Probe schließen, in der ich michgenau an dasselbe gehalten habe, ohne das geringste nach dengedruckten Lesarten zu ändern.

Lcibm'H von den cwigcn Strafen.

Ich sehe, daß gegenwärtig bey unsern Theologen der Streitüber die Unendlichkeit der Höllcnstrafen wieder rege werden will.Möchte er cS doch so werden, daß er endlich entschieden undbeygelegt hcisscn könnte! Denn das ist ohne Zweifel bey der-gleichen Streitigkeiten das Traurigste, daß sie gemeiniglich nichtserstreiten, und sich zwanzig oder fünfzig Zahrc später, der ersteder beste Zclote oder Vernünstler berechtiget glaubt, die Sacheganz wieder von vorne anzufangen.

Einem solchen Schwätzer nicht gleich zu werden, ist es höchstnöthig, vorher die Geschichte der streitigen Lehre in ihrem gan-zen Umfange zu studieren. Nur wenn man genau weiß, wojeder Vorgänger seinen Faden fallen lassen, kann man durchAufhebung derselben, und durch Ncrglcichung ihrer verschiedenenZüchtungen, den entweder verlassenen oder noch nie betretenenWeg der Wahrheit einzuschlagen hoffen. Wenn gar unter die-sen Vorgängern sich Aeibniize befinden: was kann schlechterdingslehrreicher seyn, als sich in die geringsten Fußtapfcn derselbenzu stellen, und von da aus um sich zu schauen?