Beantwortete Anfragen.
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die aber darum nichts weniger als in seinen Angelegenheitengeschrieben sind.
Es wäre also doch sehr wunderbar, wenn die einzigen Briefe,auf die allein die Beschreibung des Herrn Schlozers passenkönnte, sich so hartnäckig meinen Augen entzögen. Indeß, solange es nur immer noch eine Möglichkeit ist, will ich dieGlaubwürdigkeit seiner Avtopsie nicht so schlechterdings leugnen;sondern seine nähere Aeusserung und Nachwcisung erwarten.
Er wird nicht in Abrede seyn, daß die Sache deren würdigist, indem ein sehr wichtiger Punkt der damit verwandten Ge-schichte seine endliche Aufklärung daraus müßte erlangen kön-nen. Sigismund hat beständig behauptet, daß die Unterstützungdes Dcmetrius von Seiten Polen blos das privat Werk eini-ger Mächtigern des Reichs gewesen; und daß zwischen ihm unddem Dcmetrius nie eher das geringste verhandelt worden, alsbis dieser durch seine Gesandten um die Marina bey ihm an-halten lassen. Er hat auch, nach dem Tode desselben, in sei-nen öffentlichen Schriften ihn ohne Widerspruch den Betrügerseyn lassen, für den ihn die Russen erklärt hatten. Wenn nungleichwohl zwischen beiden eine Menge Briefe sollten gewechseltseyn worden: so müßte nothwendig daraus erhellen, ob Sigis-mund wirklich an dem Handel so unschuldig gewesen, als ersich gestellet; ob er mir einem Betriegcr wissentlich bctriegcnwollen, oder selbst von ihm betrogen worden. Kurz; wennman, wie ich in dem Briefe gesagt habe, nach dem, was wiritzt von dieser Geschichte wissen, an der Existenz solcher Briefezweifeln darf: so würde, wenn es mit solchen Briefen seineRichtigkeit hätte, diese ganze Geschichte ein ander Ansehen dar-aus gewinnen können.
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Anfrage aus Weimar .„Was befindet sich von des Christlichen Dichters Theovull„Ecloga in der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfcnbüttcl an„Mspt. und alten Ausgaben? Bey erstem wünschet man eine„kurze Anzeige von dem Acusserlichen des Codicis; inglcichcn,„wenn sich ein Commcntar dabey befinden sollte, den Anfang„und das Ende desselben. Bey der Anzeige der Ausgaben vcr-