Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
186
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Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.

Art sind, daß es keine willkührlichc Formeln des Abschreibersseyn können, sondern aus dem Manuskripte genommen seyn müssen.Za, was noch mehr; gleich unter dem IZxplicit haben noch ebenfolgende zwey Verse Raum gefunden, die entweder nur der An-fang eines Epigramms gewesen sind, oder sich auf einen Um-stand bezogen haben, den wir itzt nicht wissen.Ds ?Vt»/t> /prllcos I^vxmil cvrtum ot't tv vineore vstes:Larineri namlzue tuum cluplox vietori» AeÜar.Und ihnen zur Seite merkt Gudius an: Hl äuo vorlus in ooclemi^odioo, t'vcl von vo loeo, udi er»nt UznArammata I^uxoii, leAv-I^antur. Also ist es ganz gewiß, daß die Epigrammata desF.urorius in dem Manuskripte des Salmasius nicht unter dieandern zerstreut sind, sondern in Einer Reihe auf einanderfolgen. Wenn aber auch schon das Uebrige darinn die anderndrey Abtheilungen nicht haben sollte, welche sich in den 8cno-äis vivionenNdus des Bimard de l« Dasiie finden: so würdedaraus doch noch nicht folgen, was Herr Burmann darausschlicssen zu können glaubt. Noch weniger folgt es daraus,daß in diesen Scueclis ein Epigramm nicht zu finden, von wel-chem Gudius andcrwerts sagt, daß er es in dem Codex des Sal-masius (in vewttiMmo Loclieo Viviolien5i) gelesen habe. Viel-mehr erhellet aus diesem Mangel, daß der Schreiber, wer ernun auch gewesen sey, mehr den Salmasischcn Coder erccrpircnals abschreiben wollen, und gedachtes Epigramm um so vieleher übergehen zu können geglaubt, weil es schon gedruckt war.Daß er seiner Auswahl sodann auch eine bessere Ordnung zugeben gesucht hätte, als er in dem Manuskripte fand, wärewohl nicht zu verwundern.

Zch bin es aber noch mehr aus einem andern Umständeversichert, daß die lelivciiL vivlonenles nichts als ein neuererAuszug aus dem Codex des Salmasius sind. Herr Zöurmannsagt nehmlich, daß der Epigrammen des Ä.uxorms darinn nichtmehr als einige achtzig wären. Es müßten deren aber sechsund neunzig seyn, wenn der Abschreiber alle mitgenommenhätte, die er, nach dem Salmasischcn Manuskripte, in demBuche des Luxorius begriffen fand. Weil aber dennoch offen-