Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
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187
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Beantworlelc Anfrage».

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bar einige darunter, selbst der Aufschrift zu Folge, dem Luxo-rius nicht gehören, andere aber schon längst gedruckt sind: soließ er es vermuthlich bey der geringern Zahl von einigen acht-zig, und begnügte sich, nur das Echteste und Unbekanntestezu haben.

Zu wissen ist hicrnächst, daß es nicht der blosse Z.urorinsist, was die Abschrift des Gudius enthält. Es folgen daraufnoch einige sechzig Evigrammata verschiedener anderer, theilsgenannter theils ungenannter Dichter, welche er aus dem nehm-lichen Eodicc abgeschrieben hat. Von diesen ist nun aber schonmehr als die Hälfte gedruckt; besonders in der Anthologie desHerrn Durmanns, und es ist kein Zweifel, daß er die übrigennicht ebenfalls unter seinen vcrschiedlichcn Abschriften finden,und in dem zweyten Theile derselben bekannt machen werde,den die Gelehrten schon so lange sehnlichst erwarten.

Daß Gudius seiner Abschrift Vermuthungen werde beyge-fügt haben, wie diese und jene verdorbene Stelle vielleicht zulesen, versteht sich wohl von selbst. Doch ist es bey den Epi-grammen des Luxorius viel häufiger geschehen, als bey denübrigen. Was sich bey beiden gleich deutlich zeigt, ist die be-sondere Treue, mit welcher er sich an das Manuskript, undoftmals sogar an die blossen Züge desselben gehalten; so daß erdurchaus nichts in den Text genommen, was er nicht mit deut-lichen Buchstaben darinn gesehen. Einen Ort habe ich indeßbemerkt, den kein einziger, so wie er, gelesen haben muß; denwenigstens alle, deren Abschriften Herr Durmann vor sich ge-habt, anders, und auf die nehmliche Weise anders gelesen zuhaben scheinen. Und doch möchte ich es auch hier lieber mitihm allein halten, als mit jenen allen. Nehmlich, das HZ sieEpigramm des dritten Buchs, auf gewisse neu erbaute Bäder,hat Herr Burmann von vorne herein also abdrucken lassen:

^uukta novum clomilll coiideus ?ortuna lavaci'ui»luvitat lellos liue ^ropviarv viros.

I>auck<z operis kulläi capie^ lua xiiucll!» proetul,Ilokues «luloiklua cluin reei'eatur iic^ua.Wie kömmt es nun, daß er über die dritte Zeile ganz und garnichts angemerkt hat? Ist sie denn so durchaus ohne alle