Ehemalige Fcnstergciiiälde im Kloster Hirschau.
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einkam, die gleich anfangs angeführte Stelle des Crusius anihrem eigentlichen Orte nachzusehen. Ich suchte mir also dieRede des Lrnsius, ans welcher Megclin die Nachricht Ou-mitibus tÄlvonl'iljus gezogen: nnd, was mcynct man, daß ichfand? Niemals bin ich auf einen Auszugmacher oder Acrkürzcrungehaltener gewesen, als auf diesen. Um sich ein Paar Zei-len zu ersparen, lassen sie nicht selten das Wichtigste weg. Ichsand nehmlich, daß Lrusi'us, nach der angczogncn Stelle, nichtallein ein Exempel, wie die Dinge auf den Fenstern des Kreutz-ganges geordnet gewesen, beyfügt: sondern auch anzeigt, vonwem und welcher Zeit sich dieselben hcrschreibcn. Jenes, wel-ches von dem ersten Fenster genommen ist, sieht so auS:
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Und dieses geschieht mit diesen unmittelbar darauf folgendenWorten: pieta, 5unt IjlLC l'tulliu et o^xzia XXXXIl. tUrl'iniAivttl'is^liliatis loanoi^ ^>atria l^Iuoiil'is: »iiiio j°ulu. eireitvi- iUDXVII.tvm^oro Inee^tiL Lcololiaruitt ^>vr I). I^utlierum rosonn-ition'is.
Das war ärgerlich! Wenn ich es denn nur gleich beymU)egelin gelesen, nnd mir weiter keine Grillen in den Kopfgesetzt hätte. Nun aber hatte ich in meinen Gedanken schonden Fenstern, ich weiß nicht welches Alter gegeben; ich hattegcmcynet, daß sie wohl gar aus dem cilften Jahrhunderte seynkönnten, als gegen dessen Ende das Kloster selbst, von demzwölften Abte desselben, dem heil. IVilhelmns, erbauet worden.Und nun zu sehen, daß ich mich so gcirret!
Aber wenn es denn also wahr ist, daß die Fenster nicht äl-ter gewesen; daß sie erst zu Anfange des sechzehnten Jahrhun-derts gemalt worden: wie steht es mit der so zuversichtlichen
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