Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
246
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246 Zur Geschichte und Litteratur. Zweyter Beytrag.

chcn, lag mir daran, von dem Gebäude desselben überhaupteinigen Begriff zu haben. Wo man so etwas zur erst zu su-chen Pflegt, z. E. beim Zeiler, fand ich nichts. Ob Ge. Gard-ner in seiner Vv5cri^t!o Oueatus WirtomdorFiei, <^ua eins Op-pitla, AlonsKena Ae. maZna cum cura oxprimit, etwas davonhat, weiß ich nicht; sein Buch fehlt in der Bibliothek. Nochungcrncr aber habe ich die Schrift des Ic>. Rudolph Bitscbevermißt, die er clo IZxelclio Ilrliis eÄlvoalis, a <ZaIIis ->.1692 cum celeberrimo Nonsttorlo Hii-laugienti comliulta?,als damaliger Diaconus zu Calw , soll haben drucken lassen.Ich kenne sie blos aus Pregizers Suevia et ^Virtombergia raci-i,und urtheile, daß sie sehr selten seyn muß, weil weder er, nochMoser nach ihm, in seiner IZililiotlieca Seriptoium äe kedus8u<zvieis, die nähern Umstände des Drucks angeben. Es kannsonst nicht fehlen, daß sie nicht vcrschiednes enthalten sollte,was ich ißt sehr gern gewußt hätte.

Endlich fand ich mich cinigcrmaassen, in der von mir S.234 erwähnten Beschreibung des Rlosters -Hirschau von ei-nem Andreas Reicbard, belehret. Sie ist 1610. aufgesetzt;zu einer Zeit also, da das Kloster noch in seinem völligen al-ten Glänze stand. Was der Verfasser von der Geschichte des-selben und seinen ältern Stiftungen und Erbauungen beybringt,ist hinlänglich bekannt. Aber was er bey Gelegenheit der drit-ten und letztern sagt, und sich größten Theils auf Dinge bezicht,die er selbst gesehen hat, dürfte es vielleicht weniger seyn, undgehört sehr zu meiner Sache. Hier ist sie also, die ganzeStelle, die ich daraus mitzutheilen versprochen.

Zum dritten, als das fürfliesscnd Wasser oft Übergängen unddem Kloster Schaden thun wollen: hat Albertus II. Graf zu Calw ,durch Trieb seines Ehgcmals Wilrrudis, das neue Kloster aufder andern Seiten des Waffers an einem höhcrn Ort, unter demAbt Friedrich, der mit 12 München aus dem Kloster zum Einsid-len auf dem Schwartzwald, dahin erfordert gewest, angefangen,im Jahr 1066; da die Kirche, die der erst Ban? gewest, in 11Jahren verfertiget war: und als man 11 Jahr mit den übrigenGebäucn überstanden, ist hernach das Kloster in 9 Jahren vollendscrbawct worden; also daß man 26 Jahr am ganzen Baw zugebracht