Ehemalige Fensiergemälde im Kiosier Hirsch.ui. 24g
Ein einziger Fall liesse sich denken, wie es doch noch wohlwahr seyn könnte, daß sich die Vorstellungen der alten Holz-schnitte von dem Anscharius hcrschrieben. Nehmlich, wenn eres wäre, der nicht sowohl ein Buch daraus gemacht, sondernsie einzig und allein angegeben hätte, um sie in den Fensterneiner seiner Kirchen, es sey zu Bremen, oder zu Hamburg ,oder sonst wo, ausführen zu lassen. Und so könnte jene alteHand auf dem Hannövcrschcn Exemplare noch gcwisscrmaaßcnRecht haben; so könnte auch Seelen nicht ganz ohne Grundvorgegeben haben, daß Anscharius der Autor von etlichen inHolz geschnittenen Büchern sey. Aber freylich müßte, wennman dieses für so gut als gewiß annehmen sollte, sich noch einganz anderer Beweis finden, als die so mißverstandene Stelledes Grnhiölm abgeben kann. Daß der Herr von -Heineb'e,in dem Dome zu Bremen , einige von den Vorstellungen un-serer Holzschnitte von erhabner Bildhaucrarbcit in Stein ge-funden, ist schon etwas. Und wer weiß, was sich mit derZeit sonst noch findet.
Ich begnüge mich vor itzt, die Liebhaber auf eine neue,und wie ich mir schmeichle, auf die einzig wahre Spur ge-bracht zu haben, völlig hinter die Sache zu kommen. Zweifelund Bcdcnklichkeiten von Männern, wie der Herr von Hei-ncke, werden mir sehr willkommen seyn: freylich aber nochmehr, ihr Beyfall.
Xk.
Des Klosters Hirschau Gebäude, übrige Gemälde,Bibliothek, und älteste Schriftsteller.
Hier folgen vcrschicdne aus Handschriften genommene Nach-richten von dem Kloster -Hirschau , die theils zur Erläuterungund Bestätigung des Vorhergehenden dienen, theils sonst ihrenNutzen haben können.
I.
Von den Gebäuden des KlosierS.Um mir von dem Krcuzgangc des Klosters, in welchem sichjene Fenstcrgemälde fanden, keine falsche Vorstellung zu ma-