252 Zur Geschichte und Litteratur. Zweyter Beytrag.
Rechtfertigung; beide, wie man sich leicht vorstellen kann, vol-ler Schriftstcllen und Allegorie.
Zn dem Sommer Rcfecrorio, welches, wie wir aus demCrusins und aus dem Zriscblin gesehen, der Abt Johann vonCalw ausmalen lassen, waren, wie letzterer sagt, alle Prälatenin ihrer Statur und Form abcontcrfcyct. Nicht aber allein diePrälaten, das ist, die Aebte des Klosters, sondern auch alleaus dem Kloster zu Bißthümcrn gelangte Mönche, so wie auchdiejenigen, welche sich durch Gelehrsamkeit und Schriften ausihnen hervorgethan hatten. Unter diesen ihren Bildern befan-den sich kurze historische Nachrichten, welche Parsimonius auf-behalten, und wovon ich diejenigen aus ihm mittheilen will,welche die Gelehrten und Schriftsteller betreffen. Vorher aber noch,
3.
Von der Bibliothek des Klosters.
Wo die Bibliothek in dem Kloster gewesen, haben wir ausder Stelle des Rcickards gesehen, der uns aber wohl von ih-rem damaligen Zustande, ausser dem grossen schweren Buche,etwas mehr hätte melden können. Es ist sonderbar, daß erauch nicht einmal sagt, was in diesem Buche gestanden. Bcr-muthlich aber wird es ein Missale gewesen seyn, dergleicheneines, wohl eben so groß und schwer, auch in unserer Bi-bliothek ist.
Da indeß die Hirschauschc Klostcrbibliothck ehedem so berühmtgewesen, so wird man hoffentlich nicht ungern einen kurzenCatalogus derselben hier finden, den Parslmonius aus einemalten Manuscriplc gezogen, und seinen Collcctancis einverleibethat. Der Littcrator weiß ohne mich, wozu dergleichen Catalogi nutzen; und auch aus diesem ist einiges zu lernen. Wenn manaber auch schon nicht daraus sieht, was eigentlich das Beste inder Bibliothek gewesen: so sieht man doch wenigstens daraus,was die Mönche für das Beste darum gehalten.