Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
267
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DcS Andreas WissowatinS Sinwiirfe widcr die Dreyeinigkeit. S67

fische Auszierungcn und Verbrämungen des Lateinischen Tcrtsin den ^,ct!s, der freylich zn solchen falschen Borstcllungcn Ge-legenheit giebt. Denn da Zöoincbnrg die Einwürfe des So-cinianers bereits 4665 erhalten hatte; S.eibnilz aber seine Ant-wort frühstcns 1668 aufsetzte: so hatte jener gewiß längstselbst darauf geantwortet, so gut als er konnte, und communi-cirtc sie einige Zahre darauf blos K.eibnirzen, damit auch dieserseine Kräfte daran versuche. Daß aber S.eibniy gar, wie die^et» sagen, (") in Doineburgs Namen seine Antwort abge-faßt habe, widerlegt der Augenschein; indem sie nicht in einenBrief von ihm, sondern in einen an ihn, eingekleidet ist.

6. Wenn Janconrt den Titel der Leibnitzischen Schrift inseiner Sprache angiebt, so setzt er in einer Note noch hinzu,daß sie in ihrer Grundsprache unter dem Titel, 8aerolanct.i,?r'miw8 per nova Arguments I^oAiea tletonla, noch in demnehmlichen 1671 Zahre, in Duodez gedruckt worden. Aberdieser Druck ist sicherlich von seiner Erfindung. Ich habe nir-gends die geringste Spur davon gefunden, und von Lcibnitzcnselbst konnte er unmöglich seyn veranstaltet worden. DennL,eibnir; hätte gewiß nicht gesagt, daß er die Dreyeinigkeitpvr nova ^Fumentn I^oZica vertheidiget habe. Seine Auf-schrift war per nova /?^,e,'i» I^ozica; lind beides ist von ein-ander eben so weit unterschieden, als directe Beweise für eineSache, von blossen Prüfungen vorgeblicher Beweise wiver dieseSache. Daß Aeibnirz sonst, wie Iaucourr sagt, es für dasBeste erkläret habe, in Ansehung des streitigen Puncts, clotonn- Umplomont aux tormes rövolos: das ist wenigstens nichtin dieser Schrift gegen den Vvissorvatius geschehen; und da,wo es geschehen, setzt L.cibnirz hinzu, autant cju'il lo pc-ut. Ersahe zu wohl ein, daß es mit den blossen biblischen Wortennicht überall gethan sey; und daß es eine schr seltsame Art,theologische Streitigkeiten beyzulegen oder ihnen vorzubauen,seyn würde, wenn man es genug seyn lassen wollte, daß jedernur die nehmlichen Worte brauchte, möchte er doch dabcy den-ken, was ihm beliebe.

(°) c. livllmiliii« lud vins uomiiiL exgi'üvlt, cui Mulus'

Kac^o/cinl^u ?,'?niVtts ckc.