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2Ltt Zur Geschichte und Litteratur, Zweyter Beytrag.
a Polono »6 to vc-nlt. Nun aber that dieser seine Reise nachPohleu, in der bewußten Angelegenheit des Pfalzgrafcn vonNcnbnrg, Philipp Wilhelm , im Februar oder März 1669.Folglich muß Lcibnitz seinen Aufsatz wenigstens zu Anfange die-ses, wo nicht gar schon im vorigen Zahre, verfertiget haben,als in welchem er bereits die Bekanntschaft des Barons ge-macht hatte.
2. Der unbestimmte Ausdruck des Iaucourt, „der Baron„von Boineburg, welcher eben zu der katholischen Religion„übergetreten war" (vonant ä'omkral'l'Lr la kelizlon ^atlioliljuo)hat den ^.udovici zu einem noch gröbcrn chronologischen Irr-thume verleitet. Denn er sagt: „Zu eben der Zeit (das ist,„im Zahre 1674.) geschah es, daß der Baron von Soineburg„zur Römisch Katholischen Kirche übcrgicng." Aber dieses warbereits beynahe vor zwanzig Jahren geschehen, nehmlich 1053.wie aus einem Briefe des Lonrings an Dluhmen crhellct(^).
3. Daß nun schon bereits damals Boineburg mit demIVissowatiris im Briefwechsel gestanden, und in so genauem,daß er sich für verbunden erachtet, sich gegen ihn wegen seinerRcligionsveränderung zu rechtfertigen: ist im geringsten nichtglaublich, ob es gleich auch in den ^otis IZruclit. vorgegebenwird. Ich weiß wenigstens gewiß, daß der Brief, mit wel-chem lVissorvamis dem Boineburg seine Einwürfe übcrschicktc,aus Mannheim vom Octobcr 1665 datirct ist; woraus ichschliesst, daß Doinebnrg wohl überhaupt mit dem IVissorvatiusnicht eher in Verbindung gekommen, als seit 1663, da diesermit seinen aus Pohlcn Vertriebnen Brüdern in der Pfalz auf-genommen, und einige Zahre zu Mannheim geduldet wurde.Ich ersehe diesen Umstand ans dem Leben des Mssorvatius
und hätte vermeint, in Strnvens Pfälzischer Rirchenhistoricmehr davon zu finden.
4. Was Iaucourt sonst sagt, daß Zöoincburg dem Mijjo-warius nicht selbst antworten können, daß er Ä.cibniczcn be-schworen es an seiner Stelle zu thun, sind nichts als Franzö-
l°) k>u!e?'i ^lieca. Uoiuvli, ?, l, l>. tSZ7.
Ibid. i>, 70.(°°°) vilil. ^iiU-1'lwil. l>. SS7.